Straßenmeistereien im Landkreis sind für Winterdienst gewappnet

Lesedauer: 4 Min
 Bald ist es wieder soweit: Mit dem Schnee kündigt sich auch Glätte an. Um die Straßen befahrbar zu machen, sind die Mitarbeiter
Bald ist es wieder soweit: Mit dem Schnee kündigt sich auch Glätte an. Um die Straßen befahrbar zu machen, sind die Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit 13 Fahrzeugen im Einsatz. (Foto: Landratsamt Sigmaringen)
Schwäbische Zeitung

Die Temperaturen sinken, der Schnee wird kommen. Und genau hierfür haben sich die Straßenmeistereien im Landkreis gerüstet. Alle Fahrzeuge und Winterdienstgeräte sind überprüft und wintertauglich, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes Sigmaringen.

Die Streugutlager in den Straßenmeistereien Sigmaringen, Meßkirch und Bad Saulgau sowie deren Stützpunkten in Gammertingen, Schwenningen und Pfullendorf wurden bereits Anfang Oktober aufgefüllt, teilt das Landratsamt mit. „In unseren sechs Salzhallen haben wir insgesamt etwa 5000 Tonnen Streusalz gelagert“, berichtet Frank Dreher, Chef der Straßenmeistereien. Im vergangenen Winter wurden 7300 Tonnen Streusalz und 1,64 Millionen Liter Sole eingesetzt, um die Glätte zu bekämpfen. „Das entspricht rund 12 000 Badewannenfüllungen“, rechnet Dreher vor.

Salzlösung selbst hergestellt

Der Landkreis Sigmaringen besitzt in jeder Straßenmeisterei und am Stützpunkt Pfullendorf eine Soleanlage, mit denen die Salzlösung selbstständig hergestellt werden kann. „Streusalz in Kombination mit Sole, das sogenannte Feuchtsalz, setzen wir ein, weil dieses besser auf der Straße haftet und vom Wind nicht verfrachtet wird“, erklärt der Fachmann. Somit gelange auch weniger Salz in die Umwelt. Zudem habe Feuchtsalz eine höhere Tauwirksamkeit und sei schlicht bei Glatteis effektiver, führt Dreher weiter aus. „Bei extremen Minustemperaturen müssen wir aber auf reines Trockensalz zurückgreifen, weil das Feuchtsalz bei diesen Temperaturen anfrieren könnte“, berichtet der Fachmann.

876 Kilometer Straße haben die rund 70 Mitarbeiter im Kreis frei zu halten. Neben 13 eigenen Fahrzeugen erhalten sie Unterstützung von Dienstleitern mit weiteren 15 Fahrzeugen. „Wenn es hart auf hart kommt, sind wir mit 30 Leuten von 2.30 Uhr an im Einsatz. Bis morgens der Berufsverkehr losgeht, müssen wir möglichst alle Strecken frei kriegen,“ erklärt Dreher. Schneit es durch, drehen die bis zu 600 PS starken Lastwagen im Schichtdienst ihre Runden. Die Räumstrecken wurden so konzipiert, dass viel befahrene Straßen und Gefällestrecken, wenn möglich, frühzeitig geräumt werden. Der Winterdiensteinsatzleiter überwacht das Wetter und die Lage auf den Straßen am Computer. „Von hier aus steuern wir unsere Einsätze und behalten die Lage im Griff“. So gut es geht versuche der Landkreis auch die Gemeinden zu unterstützen, die für innerörtliche Räumung der Strecken zuständig sind, heißt es in der Meldung des Landratsamtes weiter.

Auf Mithilfe angewiesen

Für einen reibungsfreien Winterdienst sind die Straßenwärter auch auf die Mithilfe der Autofahrer angewiesen. „Wer einen Schneepflug überholt, gefährdet sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer“ macht Dreher deutlich. Leider komme es immer wieder vor, dass sich Autos an den Lastwagen mit ihren bis zu 3,60 Meter breiten Schildern verbeiquetschen wollen.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen