Steinbruch auf dem Leopoldplatz

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Busse setzen dem Bodenbelag auf dem Leopoldplatz zu.
Busse setzen dem Bodenbelag auf dem Leopoldplatz zu. (Foto: aja)
Schwäbische Zeitung

Der Leopoldplatz ist ein beliebter und durch Fußgänger und Busverkehr hochfrequentierter Ort in der Sigmaringer Innenstadt. Durch die Kräfte, die beim Bremsen, Lenken und Anfahren der Fahrzeuge entstehen, werden Steine verschoben. Deshalb kommt es teilweise zu vergrößerten Fugen und losen Steinen auf der Busfahrspur. Über den Zustand des Platzes wird deshalb regelmäßig diskutiert, zuletzt auch in einer Sigmaringer Facebook-Gruppe. Dies nimmt die Stadt zum Anlass, über den aktuellen Sachstand zu informieren.

Zustand wird durch Sachverständigen dokumentiert

Längere Zeit stand die Stadt in Verhandlungen mit den am Bau beteiligten Planungs- und Ingenieurbüros sowie der ausführenden Firma, um die Kostenübernahme für die Instandsetzungsarbeiten zu klären. Damit sollte zunächst versucht werden, außergerichtlich eine Einigung zu finden. Es konnte leider keine außergerichtliche Einigung erzielt werden, sodass die Stadt ein selbstständiges Beweissicherungsverfahren (sBV) eingeleitet hat. Im Rahmen dieses Verfahrens wird der Zustand des Platzes durch einen unabhängigen gerichtlichen Sachverständigen dokumentiert, um Beweise für ein gegebenenfalls später notwendig werdendes gerichtliches Verfahren zu sichern. Wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, können Maßnahmen ergriffen werden, um eine dauerhafte Lösung herzustellen.

Parallel dazu wurde eine Fachfirma damit beauftragt, schadhafte Stellen regelmäßig zu reparieren und beschädigte Steine, die für den Busverkehr sowie für Passanten, welche an dieser Stelle die Busfahrspur überqueren, gefährlich werden können, auszutauschen. Hiermit kommt die Stadtverwaltung ihrer Verkehrssicherungspflicht nach. Beachtet werden muss allerdings, dass das sBV nicht vereitelt wird. Das heißt, dass keine Beweise durch die Sicherungsmaßnahmen vernichtet werden, welche für einen späteren Gerichtsprozess eventuell notwendig sein könnten.

Schadhafte Stellen werden abgesichert

Trotz der allgemein angespannten Marktsituation in der Baubranche und der derzeitigen Handwerkerferien ist es der Stadtverwaltung wichtig, notwendige Sicherungsmaßnahmen unverzüglich durchzuführen. Der derzeitige Zustand ist auch für die Stadtverwaltung ein Ärgernis. Für den morgigen Donnerstag, 15. August, bestätigte die bereits beauftragte Fachfirma ihr Kommen.

„Wir wissen um die Situation und kümmern uns daher um eine schnellstmögliche Lösung. Es liegt auch in unserer Verantwortung, zu verhindern, dass Personen durch einen nicht ordnungsgemäßen Zustand des Leopoldplatzes zu Schaden kommen.“, teilt Bürgermeister Dr. Marcus Ehm mit. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass das sBV schnell voran kommt und wir den Leopoldplatz wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzen können. Bis dahin werden wir alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die schadhaften Stellen abzusichern.“, so Ehm weiter.

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