Stadtradeln: Saulgauer radeln Sigmaringern davon

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 Johannes Kretschmann und Klimaschutzmanagerin Mona Kramer sind mit der Teilnehmerzahl beim Stadtradeln zufrieden.
Johannes Kretschmann und Klimaschutzmanagerin Mona Kramer sind mit der Teilnehmerzahl beim Stadtradeln zufrieden. (Foto: Michael Hescheler)
Johannes Böhler

Noch steht nicht fest, wer gewonnen hat, aber eines zeichnet sich bereits ab: Die Bad Saulgauer liegen beim Stadtradeln mit 68 617 Kilometern fast 20 000 Kilometer vor den Sigmaringern, denen damit praktisch keine Chance mehr zum Aufholen bleibt. Denn obwohl die Aktion mit dem 30. September endete, haben die Teilnehmer noch bis zum 7. Oktober Zeit, gefahrene Kilometer in die Tabelle einzutragen, danach wird abgerechnet.

Abgehängt worden zu sein, findet Stadtradeln-Star Johannes Kretschmann „nicht so schlimm“. „Für mich ist die hohe Teilnehmerzahl der eigentliche Erfolg“, erklärt der Grünen-Kreisrat. Mehr als 200 Menschen aus Sigmaringen hatten sich bei der Aktion aufs Rad geschwungen, mit einem Ziel: das Fahrrad als Fortbewegungsmittel neu zu entdecken und ganz nebenbei etwas für die Umwelt tun. „Außerdem habe ich ganz neue Ecken an meiner Heimat entdeckt“, berichtet Kretschmann.

Mona Kramer, Klimaschutzmanagerin der Stadt Sigmaringen, ist „sehr zufrieden“ mit dem Gesamtergebnis der Aktion. Der offiziellen Rangliste Montag zufolge sind die 247 Teilnehmer aus Sigmaringen insgesamt 49 230 Kilometer geradelt und haben dabei rund sieben Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart.

Das gilt allerdings nur unter der Prämisse, dass die mit dem Fahrrad bewältigten Kilometer ansonsten mit dem Auto zurückgelegt worden wären. In die Tabelle durften die Teilnehmer jedoch jede mit dem Fahrrad oder Pedelec gefahrene Strecke eintragen, auch wenn sie nur „zum Spaß“ unterwegs waren.

Nichtsdestotrotz ist Mona Kramer stolz auf das Ergebnis ihr Rathaus-Team. Ganze 3554,7 Kilometer gehen auf das Konto des Teams „RADHaus radelt“, das aus 21 Rathaus-Mitarbeitern besteht. Im Durchschnitt hat jeder Teilnehmer aus Sigmaringen 67 Kilometer zum Gesamtergebnis beigetragen. Wie viel genau letztlich jeder Einzelne geleistet habe, sei nicht so wichtig, meint Kramer. „Jeder hat etwas beigetragen - und das zählt.“

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