Stadt setzt Parkverbot in der Gustav-Bregenzer-Straße durch

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Parkende Autos
In der Gustav-Bregenzer-Straße ist das Parken verboten. (Foto: Lukas M. Heger)
Lukas M. Hegerund Mareike Keiper

Bis jetzt sind es nur Zettel, die Autohalter in Teilen der Gustav-Bregenzer-Straße an einen Parkverstoß erinnern. Doch bald könnte aus dem mahnenden Hinweis ein Verwarnungsgeld werden. Der Grund für die Maßnahme: Die Straße wird durch die parkenden Fahrzeuge zu schmal. Als Folge können Müllautos nicht in die Straße fahren, Anwohner müssen deshalb ihren Müll an eine zentrale Sammelstelle an der Ecke zur Josefinenstraße bringen (die SZ berichtete).

Ein Zustand, der weder für die Anwohner noch für Kreis und Stadt optimal ist. Aus dem Landratsamt heißt es, dass „das keine Dauerlösung sein soll“ und der Stadt ist bewusst, dass der Weg zur Sammelstelle für die „betroffenen Personen einen höheren Aufwand“ bedeutet. Damit in Zukunft der Müll wieder bei den Bürgern direkt vor der Haustür abgeholt werden kann, verteilte das Ordnungsamt in der Vergangenheit orangene Zettel. Mit diesen wollte man „auf die geltende Rechtslage“ aufmerksam machen. Denn auf „einer Fahrbahn mit einer Fahrbahnbreite unter 3,05 Metern besteht ein gesetzliches Parkverbot“, heißt es aus dem Rathaus.

Laut Stadtverwaltung hat sich durch die Zettelaktion nichts geändert, deshalb möchte man nun den nächsten Schritt gehen und „das gesetzliche Parkverbot in der Gustav-Bregenzer-Straße“ umsetzen. Durch eine entsprechende Beschilderung soll auf das bestehende Parkverbot an bestimmten Stellen aufmerksam gemacht werden. Da man sich im Rathaus darüber bewusst ist, dass die Anwohner auch auf die Parkplätze angewiesen sind, prüfe man aktuell wo zusätzliche „Parkflächen für die Anwohner geschaffen werden können“. Bis dahin muss der Müll an der Straßenecke abgeladen werden.

Auch in der Sitzung des Kultur-, Sport-, Sozial-, Umwelt- und Verkehrsausschuss kam die Gustav-Bregenzer-Straße zur Sprache. Dort informierte Bürgermeister Marcus Ehm, dass das Parkverbot künftig durchgesetzt werde. Das heißt, es werde demnächst durch das Verwarngeld sanktioniert. Auch über weitere Lösungen sei bereits diskutiert worden, zum Beispiel kleinere Müllfahrzeuge der jeweiligen Abfallentsorger. „Aber es ist unklar, ob das überhaupt geht“, sagte Ehm. Außerdem sei das Landratsamt Auftraggeber, nicht die Stadt. Eine weitere Option sei es, die Gehwege zurückzubauen, um die Straße zu verbreitern. Falls das nicht funktioniert, könne womöglich andere freie Fläche dafür genutzt werden, die Straße breiter anzulegen.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Aktuell müssen sich die Anwohner darauf einstellen, fürs Falschparken ein Knöllchen zu bekommen.

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