Stabwechsel: Dr. von Boyen übernimmt Abteilung

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                  Dr. von Boyen übernimmt Abteilung
Stabwechsel: Dr. von Boyen übernimmt Abteilung
Schwäbische Zeitung
Redakteur Sigmaringen

Mit einer Feierstunde ist der Chefarzt der Inneren Abteilung der Kliniken Kreis Sigmaringen, Privatdozent Dr. Karlheinz Seitz, in den Ruhestand verabschiedet worden. Zugleich wurde sein Nachfolger, Privatdozent Dr. Georg von Boyen der Öffentlichkeit vorgestellt. Von Boyen kommt vom Universitätsklinikum Ulm und tritt seinen Dienst zum 1. August an.

Der Geschäftsführer der Kliniken, Willi Römpp, begrüßte zu diesem „Mega-Event und Stellungswechsel“ zahlreiche Prominenz aus dem medizinischen Bereich, aus Politik und Verwaltung sowie zahlreiche Mitarbeiter. Er dankte Seitz für die gute Zusammenarbeit. Auch wenn diese nicht immer einfach gewesen sei, habe man doch offen und ehrlich miteinander verkehrt. Seitz habe sich selbst um einen Nachfolger bemüht und auch einen würdigen gefunden.

Landrat Dirk Gaerte stellte als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kliniken GmbH zunächst einmal fest, dass die Stimmung bestens sei, weil die Zahlen so gut wie nie zuvor seien. Daran habe auch Karlheinz Seitz einen erheblichen Anteil. „Dynamisch sind Sie gekommen, dynamisch sind Sie immer noch“, stellte Gaerte fest. „Das was Sie getan haben, haben Sie mit Leidenschaft getan“, sagte er und würdigte Seitz als Koryphäe auf seinem Gebiet, besonders der Ultraschalldiagnostik. Die Neustrukturierung der Kliniken im Landkreis und der Erhalt des Pfullendorfer Hauses sei mit ein Verdienst von Seitz. Er überreichte ihm eine Skizze mit dem Titel „Sono“ des angesehenen Künstlers Nikolaus Mohr und einen Gutschein für ein Gemälde dieses Künstlers.

Abtreten auf dem Höhepunkt

Der ärztliche Direktor der Kliniken, Professor Dr. Franz Konrad, freute sich, dass der Leitende ärztliche Direktor und Vorsitzende des Klinikumsvorstandes der Uniklinik Tübingen, Professor Dr. Michael Bamberg zur Verabschiedung von Seitz und Vorstellung von von Boyen gekommen war. Er beweise damit die Wertschätzung des großen Partnerhauses für Sigmaringen. Dem scheidenden Chefarzt attestierte er eine Überraschung, dass er tatsächlich mit Erreichen der Altersgrenze ausgeschieden sei und nicht verlängert habe. Aber er sei wie ein Profisportler, der auf dem Höhepunkt der Karriere abtrete.

Es folgten wie Konrad zitierte, „die Unvermeidlichkeit der Üblichkeiten“, die Würdigung von Seitz‘ Leistungen und Werdegang. Als Geschenk der Kollegen gab es einen Golfkurs. Den neuen Chef der Inneren begrüßte er im Kreise der Kollegen.

Horst Arndt, Vorsitzender des Betriebsrates, überreichte an Seitz ein Geschenk der Mitarbeiter und betonte, Seitz habe zum guten Ruf des Hauses weit über die Grenzen des Kreises wesentlich beigetragen. Auch die Pflegeabteilung überreichte ein Geschenk. Dr. Bettina Boellaard sprach ein Grußwort für die Kreisärzteschaft.

In launigen Worten dankte Seitz für die erwiesene Ehre und würdigte zugleich die Leistungen der Mitarbeiter. Er erinnerte er an eine notwendige Erweiterung des Klinikums und beklagte die zunehmende Bürokratisierung. Er wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg in einem guten Haus.

Dr. Georg von Boyen schilderte kurz seinen Werdegang und würdigte seinerseits die Leistungen von Seitz. Er hoffe, die Arbeit auf dessen Niveau fortsetzen zu können. Vor allem gelte es, auch künftig, den ganzen Patienten nicht zu vergessen.

Die Feier wurde vom Harfenspiel von Dr. Angela Schlögel und einem Saxofonduo von Jasmin Beck und Natalie Badouin umrahmt.

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