Sportler spielen mit Airbag Fußball

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Bubble Soccer ist anstrengender als gewöhnlicher Fußball, weil es unter den Kugeln extrem heiß wird.
Bubble Soccer ist anstrengender als gewöhnlicher Fußball, weil es unter den Kugeln extrem heiß wird. (Foto: Noelle Güttinger)
Noelle Güttinger

Der SV Sigmaringen hat am Samstag Bubble Soccer gespielt. Dabei glichen schon die Spieler selbst einem Fußball. Mannschafen maßen sich mit je vier Leuten. Gewonnen hat passend zum Motto „Die Letzten werden die Ersten sein“ der „SV Schlusslicht“, dicht gefolgt von den „Don Promillos“ und dem „FC HauDrauf“. Das Turnier war Teil des dritten Sommer- und Spielefests.

Außerdem konnten sich Kinder und Jugendliche das DFB-Fußballkennzeichen erspielen. In den verschiedenen Aufgaben wurden Geschicklichkeit und Ballgefühl auf die Probe gestellt. Besucher von sechs bis 17 Jahren konnten sich außerdem an den Wettbewerben Dribbelstar, Kurzpass-Ass und Kopfballkönig messen. „Ich finde es toll, Spaß mit Freunden zu haben und mich gleichzeitig noch zu bewegen“, sagt der Moritz Arnold (11).

Der Vorsitzende des SV Sigmaringen, Klaus Unger, erzählt, wie es zur Idee kam: „Es gibt ja gerade überall diese Elf-Meter-Turniere und andere Fußballfeste. Wir wollten aber einfach mal etwas ganz Neues ausprobieren, was es hier so noch nie gab.“

Beim Bubble Soccer tragen die Spieler über ihrem Oberkörper aufgeblasene, transparente Kugeln. Sowohl Oberkörper als auch Kopf sind dadurch geschützt. Die Bubblebälle gleichen einem Airbag, der die Teilnehmer bei Zusammenstößen schützt.

Dadurch entsteht ein Spielprinzip, das sich vom klassischen Fußball sehr unterscheidet. Ähnlich wie beim American Football stürmen die Spieler beim Anpfiff aufeinander zu und versuchen, die Gegenspieler umzuwerfen um sich so einen Weg zum Tor zu bahnen. Die Spielzeit beträgt meist fünf bis sieben Minuten, da es in den Kugeln schon nach kurzer Zeit zu hohen Temperaturen kommt. Entstanden ist das Spiel in Norwegen und wurde seit 2011 auf der ganzen Welt bekannt.

„Mir gefällt vor allem der Teamgeist. Man muss zusammenarbeiten, um erfolgreich zu sein. Außerdem muss man auch für jedes Spiel eine gute Taktik haben“, sagte Malte Lammert, 16 Jahre.

Laura Großmann ist beim Spielefest erstmals so richtig mit Fußball in Berührung gekommen: „Alles am Fußball macht Spaß, vor allem das Spielen.“ Die fünfjährige Laura will jetzt dem Verein beitreten.

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