Spendenaktion: Welche Hilfsprojekte wir dieses Jahr unterstützen

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Ältere Frauen sprechen mit einer jüngeren Frau
Das Hilfsprojekt Mariphil verteilt regelmäßig Reisspenden an Bedürftige, hier auf der Müllhalde in Davao City. (Foto: Mariphil)
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Dengue-Fieber, keine Wasserpumpe im Ort, kaum bezahlte Arbeit für Frauen, Leben auf einer Müllhalde – alles Probleme, die hierzulande niemanden (mehr) plagen. In anderen Teilen der Erde sieht das aber anders aus. In den kommenden Wochen wird sich die „Schwäbische Zeitung Sigmaringen“ wieder zwei Hilfs-Projekten widmen. Sowohl das Hilfsprojekt Mariphil (Philippinen) als auch der Verein „Gemeinsam für Wapa“ (Burkina Faso) freuen sich über zahlreiche Leser-Spenden im Zuge unserer Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“.

Hilfsprojekt Mariphil: Das Hilfsprojekt Mariphil wurde 2001 in Sigmaringen gegründet, um die Lebensverhältnisse armer Familien auf den Philippinen zu verbessern. Über Spenden wird das Mariphil-Kinderdorf finanziert, in dem immer rund 50 ehemalige Straßenkinder leben. Die Betreuung und Versorgung dieser Kinder kostet Geld – umgerechnet etwa 160 Euro pro Kind und Monat. Es können nur Kinder aufgenommen werden, wenn die Finanzierung gesichert ist. Das SZ-Spendengeld fließt seit Jahren in die Unterstützung dieser Kinder.

Doch Mariphil macht noch viel mehr: Um die Finanzierung des Kinderdorfs zu sichern, hat Mariphil etwa ein Waldprojekt gestartet. Grund und Boden wird aufgekauft, um dort mit schnell wachsenden Falcata-Bäumen einen Nutzwald anzulegen. Das Holz soll dann verkauft werden.

Außerdem plant Mariphil den Aufbau einer Art von Regenwald, das Projekt heißt „100 000 Bäume gegen den Klimawandel“: „Annähernd 20 000 Bäume haben wir bereits gepflanzt“, sagt Mariphil-Vorsitzender Martin Riester.

Seit gut eineinhalb Jahren kooperiert Mariphil zudem mit dem indigenen Volk der Ata/Manobo, dessen Land Mariphil bewirtschaftet. „Wir wollen, dass die Ata/Manobo sich als echte Geschäftspartner fühlen“, sagt Riester. Deshalb habe man auch deren Stammesheim renoviert, biete den Eingeborenen Arbeitsplätze an und habe erst jüngst wieder Reis ausgeteilt.

In diesem Jahr neu hinzugekommen ist das Mariphil-Engagement für Familien, die auf einer riesigen Müllhalde in der Millionenstadt Davao City leben. Einige dieser Projekte wird die „Schwäbische Zeitung“ in den kommenden Wochen näher beleuchten.

Verein „Gemeinsam für Wapa“: Zur Unterstützung seines Heimatdorfs Wapa in der Provinz Sanguie in Burkina Faso hat Bertrand Bazie, der an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen studiert hat, vor drei Jahren einen Hilfs-Verein gegründet und mittlerweile beträchtlichen Erfolg gehabt.

So konnte er zunächst zwei Brunnen mit Solarpumpen bauen. Mit dem Spendengeld der „Schwäbischen Zeitung“ vom vergangenen Jahr, rund 2500 Euro, und vielen weiteren Spenden wurde in diesem Jahr ein Ausbildungszentrum gebaut, in dem junge Frauen eine dreijährige Nähausbildung absolvieren können.

Drei Räume stehen bereits, weitere sollen folgen, sobald Geld da ist, sagt Bazie. Aktuell gehen rund 40 Frauen in die Schule: „Viele weitere Frauen würden sich sehr freuen, wenn sie zu uns kommen könnten“, sagt Bazie, die Schule sei in der Region einzigartig. Bazie wünscht sich, die Kapazität der Schule bald erhöhen zu können. „Mit der Nähschule soll auch Frauen die Möglichkeit gegeben werden, zum Einkommen ihrer Familie beitragen zu können“, so der Wahl-Sigmaringer.

Bazie arbeitet derzeit an weiteren Projekten, die vor Ort von insgesamt drei Vertrauten betreut werden. So sei eine Baumschule im Aufbau, in der Nutzpflanzen angebaut werden sollen. Außerdem sei geplant, auch andere Dörfer mit einer Wasserpumpe auszustatten. Doch alles das kostet Geld.

Der Verein sucht darüber hinaus immer nach funktionsfähigen Nähmaschinen und Fahrrädern. Auch die Projekte des Vereins „Gemeinsam für Wapa“ werden wir in den kommenden Wochen konkret vorstellen.

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