Seniorenverband besucht den Hedinger Friedhof

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Die Besucher erfahren Historisches vor dem Grab von Familie Zimmerer auf dem Hedinger Friedhof.
Die Besucher erfahren Historisches vor dem Grab von Familie Zimmerer auf dem Hedinger Friedhof. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Lag es am Thema „Friedhof“, lag es am Ferientermin? Die Teilnehmerzahl an der Veranstaltung des Seniorenverbands öffentlicher Dienst-BW „Rundgang auf dem Hedinger Friedhof“ mit dem ausgewiesenen historischen Kenner und ehemaligen Archivar Otto Becker nach einem Kaffeeplausch in der Cafeteria Strohdorf war um ein Drittel der sonstigen Interessierten geschrumpft, obwohl der gut anderthalbstündige und immer noch gekürzte Friedhofsgang viel Wissenswertes zur Stadt- und Personengeschichte (zum Beispiel die Friedhofslage; Friedhofserweiterungen 1872/ 1883/ 1909) bot.

Der Rundgang weckte nicht nur die Erinnerung an ortsbekannte Familien (Bilharz/Fleischhut-Graf/ Frick/Hanns Otto Stehle/Zimmerer), sondern vermittelte auch Kenntnisse über sogar überregional bekannte Künstler und Kunstwerkstätten (Gustav Bregenzer/Gebrüder Marmon/Alfred Tönnes).

Hervorzuheben sind die Grabstätten der Politiker (Belzer), der Pfarrer (Carl Schwab), der Hof-Elite (Paeffgen), der Bürgermeister (unter anderem Karl Egon Müller/ Franz Schiek), von denen viele zugleich Ehrenbürger sind, die Reminiszenzen an wissenschaftliche (Franz Xaver Mezler) und historische Persönlichkeiten (Gebrüder Knoll), an die weitverzweigte Familie Roy (Familiengrab Reck), von der der heilige Fidelis abstammt, an die Vichy-Regierung (Grab Pauline Bonnard) sowie an die Kriegsgräber und an den ehemaligen Klosterfriedhof der Gorheimer Franziskaner, an dessen Stelle hinter Lorbeergebüsch ziemlich verborgen der heilige Franz von Assisi auf die Besucher lugt.

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