Sechs Frauen im Kreis bekommen Tagesmütter-Zertifikat

Lesedauer: 3 Min
 Amtsleiter Hubert Schatz und Ingrid Höfer vom Landratsamt (rechts) und die Kursorganisatorinnen Marlies Hanschke und Bettina Mü
Amtsleiter Hubert Schatz und Ingrid Höfer vom Landratsamt (rechts) und die Kursorganisatorinnen Marlies Hanschke und Bettina Müller-Krimm von der Koordinierungsstelle im Frauenbegegnungszentrum Sigmaringen (hinten Mitte) mit den neuen Tagesmüttern (von links): Natalia Weiß, Maria Enders, Iris Frick, Rene Nienhaus, Brigitte Müller und Sarah Fritz (hinten rechts). (Foto: Landratsamt Sigmaringen)
Schwäbische Zeitung

Jugendamtsleiter Hubert Schatz hat sechs Frauen aus dem Kreis Sigmaringen ihr Zertifikat zur Ausübung der Tätigkeit als qualifizierte Tagespflegeperson überreicht. Er bedankte sich in feierlichem Rahmen bei den neuen Tagesmüttern für die Entscheidung, diese verantwortungsvolle Aufgabe im Landkreis zu übernehmen. Das teilt das Landratsamt nun mit.

Während des Vorbereitungskurses behandelten die Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle für Tageseltern und die Fachstelle für Kindertagespflege mit den Teilnehmern vielfältige pädagogische Themenbereiche wie Kommunikation und Rhetorik, Pädagogik und Entwicklungspsychologie, Soziologie, Bildungspläne, Medien, Sicherheit, Ernährung und Kinderheilkunde.

Verschiedene Profile für die Betreuung

Die sechs neuen Tagesmütter wohnen in Pfullendorf, Bad Saulgau, Hundersingen, Herdwangen-Schönach, Wald und Inzigkofen. Jede von ihnen bietet ein unterschiedliches Profil für die Betreuung von Kindern zwischen null und 14 Jahren an: die Betreuung der Kinder in ihrem eigenen häuslichen Bereich, im Haushalt der Kinder oder in sogenannten anderen geeigneten Räumen.

Derzeit werden nach Angaben des Landratsamts im Kreis Sigmaringen 226 Kinder von 66 qualifizierten Tagespflegepersonen betreut. Ballungsräume sind Sigmaringen, Bad Saulgau, Ostrach und Pfullendorf. „Aber auch für die kleineren Gemeinden brauchen wir Tagespflegepersonen. Denn auch hier reichen den berufstätigen Eltern entweder die Öffnungszeiten der örtlichen Institutionen nicht aus oder die Eltern wollen ihr Kind ganz bewusst zu einer Tagesmutter geben“, wird Ingrid Höfer von der Fachstelle für Kindertagespflege des Landratsamts in der Pressemitteilung zitiert. Außerdem gibt es aktuell im gesamten Landkreis Sigmaringen keinen einzigen aktiven Tagesvater. Marlies Hanschke von der Koordinierungsstelle ist allerdings der Überzeugung: „Wir brauchen auch männliche Präsenz.“

Da ein Mangel an Tagespflegepersonen im ganzen Landkreis herrscht, wird versucht, die Qualifizierung attraktiver zu gestalten. So wurde die Vergütung der Tageseltern im Landkreis Sigmaringen seit Beginn letzten Jahres von bislang 5,50 Euro auf 6,50 Euro pro Stunde und Kind angehoben. Zudem wird landesweit diskutiert, ob der Vorbereitungskurs intensiviert werden soll.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen