Schnitzeljagden gegen Langeweile

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Die Kinder haben viel Spaß an der lange geplanten Aktion.
Die Kinder haben viel Spaß an der lange geplanten Aktion. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Frei nach dem Motto „In der Krise wird man kreativ“ haben engagierte Eltern aus Oberschmeien eine Outdoor-Schnitzeljagd an Ostern und kürzlich an Pfingsten veranstaltet. Weil die Aktion so gut ankam, soll es nun in den Sommerferien eine Wiederholung geben.

„Bei einem Spaziergang mit dem Hund ging mir kurz vor Ostern durch den Kopf, dass alle sagten: Dieses Osterfest wird wie noch keines zuvor war“, sagt Sabrina Idler. „Die Familien treffen sich nicht, es gibt keine Gottesdienste und für die Kinder wird es nicht so schön, wie es sonst ist.“

Zusammen mit Freundin Sabrina Neher dachte sie sich, dass man den ganzen ernüchternden Informationen rund um Corona etwas Positives entgegensetzen sollte. „Wir sind jeden Tag wegen den Hunden draußen, aber wissen aus Erfahrung, dass dies für viele Kinder langweilig ist: Sie wollen etwas entdecken und erleben, aber mit Freunden gemeinsam zu spielen war zu dieser Zeit verboten.“

Kurzum dachten sich die Oberschmeierinnen, eine spannende Ostereierschatzsuche könnte doch Abhilfe schaffen und für die nötige Osterstimmung sorgen. Auf einer Strecke von sieben Kilometern hängten sie Stationen mit Rätseln oder Herausforderungen zum Thema Ostern für die Kinder auf. Über die Osterferien machten sich dann – im vorgeschriebenen Mindestabstand – die einzelnen Familien, wann immer sie Zeit und Lust dazu hatten, auf zur Eierjagd mit der Henne Amalia, deren frisch gelegte Eier geklaut wurden. Am Ende gab es eine Schatzkiste, in der jedes Kind ein kleines Mitbringsel tauschen konnte. Innerhalb dieser Zeit erhielten insgesamt 39 Kinder eine Urkunde für ihre Teilnahme.

Aufgrund dieses großen Erfolgs entschieden sich Sabrina Idler und Sabrina Neher dazu, auch in den Pfingstferien den Familien von Ober- und Unterschmeien eine kleine Freude zu machen und installierten eine zweite Schatzsuche zum Thema „Wald“. Leider habe das Wetter nicht so gut mitgespielt wie an Ostern, aber viele Familien hatten dennoch Spaß, zumal man durch die Corona-Lockerungen nun auch mit einer befreundeten Familie auf die Jagd gehen konnte.

Ärgerlicherweise seien bereits nach wenigen Tagen die ersten Wegweiser und Dosen abhanden gekommen, Stoffbändel, welche den Weg markierten, wurden umgehängt oder einfach abgerissen. „So war das Ganze natürlich nicht gedacht“, so Idler. „Uns war von Beginn an wichtig, dass wir bei unseren Schnitzeljagden Rücksicht auf die Natur nehmen und natürlich auf erlaubten und begehbaren Wegen bleiben.“

Auf jeder ausgehängten Karte sei markiert, dass diese zu einer Schnitzeljagd gehöre und wann diese wieder abgehängt werde. „Kürzlich waren wir zwei Stunden mit den Fahrrädern unterwegs, um alles wieder einzusammeln und es tut uns wirklich leid, dass wir nicht mehr alles finden und beseitigen konnten, da es schlichtweg nicht mehr am richtigen Platz hing“, so Idler.

Dennoch freuen sich die Verantwortlichen darauf, in den letzten zwei Sommerferienwochen eine neue Schnitzeljagd im Schmeiental vorzubereiten. „Hoffentlich werden noch mehr Familien Spaß an unserer wunderschönen Natur haben können.“

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