Schüler besuchen das Bioenergiedorf Storzingen

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 Die Energiemanager der Liebfrauenschule Sigmaringen besuchen die Fotovoltaikanlage der Kreismülldeponie, die bereits im Jahr 20
Die Energiemanager der Liebfrauenschule Sigmaringen besuchen die Fotovoltaikanlage der Kreismülldeponie, die bereits im Jahr 2007 in Betrieb genommen wurde. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Die diesjährige Exkursion der Energiemanager der Liebfrauenschule Sigmaringen hat sie zur Kreismülldeponie nach Ringgenbach und zum neuentstandenem Bioenergiedorf Storzingen geführt. An der ersten Station in Ringgenbach wurden die 44 Schüler der Liebfrauenschule von Betriebsleiter Volker Riester begrüßt.

Beim Rundgang durch die Anlage wurde deutlich, dass moderne Müllbewirtschaftung von dem Grundgedanken geprägt ist, möglichst viele Fraktionen von Wertstoffen getrennt zu erfassen und einer möglichst anspruchsvollen Wiederverwertung zuzuführen.

So wird zum Beispiel holziges Grüngut mit einer Mindeststärke von drei bis vier Zentimeter zu Holzhackschnitzeln weiterverarbeitet und im Landratsamt in Sigmaringen in der Hackschnitzel-Heizung verbrannt.

Dadurch kann fossiler Brennstoff eingespart werden. Nicht allen Schülern war klar, dass elektrische Geräte nichts in der Restmülltonne zu suchen haben. Mehrere Fraktionen Elektrogeräte werden bei der Erfassung in Ringgenbach unterschieden, zum Beispiel Kleingeräte, Kühlgeräte und Fernsehgeräte.

Solaranlage bereits refinanziert

Die große Fotovoltaikanlage der Mülldeponie von mehr als einem Megawatt in der Spitze wurde bereits im Jahr 2007 in Betrieb genommen. Sie hat über die Vergütung durch das „Erneuerbare Energien Gesetz“ bereits ihre Investitionskosten refinanziert und kann durch ihre künftigen Erlöse helfen, die Müllgebühren für die Kreisbewohner im Zaum zu halten.

Am zweiten Exkursions-Ziel wurden die Schüler von den beiden Mitarbeitern Willibald und Ebel der Stadtwerke Sigmaringen sowie von Landwirt Frank Mors erwartet. Den Schülern wurde die Komplexität der Wärmeversorgung mir einem Nahwärmenetz erläutert. Das Storzinger Nahwärmenetz nutzen aktuell 31 Kunden und 13 weitere Anschlüsse sollen später noch in Betrieb gehen. Die Biogasanlage von Landwirt Frank Mors kann 1,1 Millionen Kilowattstunde Wärme pro Jahr auf regenerativer Basis liefern. Das Nahwärmenetz Storzingen der Gesellschaft „Nahwärmegesellschaft Region Sigmaringen“ (NRS) ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Es spart es etwa 475 Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zu Ölheizungen ein.

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