Redner stellt fürstliche Mausoleen vor

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Schwäbische Zeitung

Dr. Andreas Wilts, Fürstlich Fürstenbergischer Archivar und Leiter der Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen, vergleicht am Montag, 29. Juni, im Prinzenbau (Staatsarchiv) in Sigmaringen die Mausoleen der Fürstenhäuser Hohenzollern und Fürstenberg miteinander. Der Vortrag mit zahlreichen Lichtbildern beginnt um 20 Uhr.

An der Stelle ihres 1852 durch einen verheerenden Brand in Schutt und Asche gelegten Hausklosters „Maria auf Hof“ in Neudingen ließen die Fürsten zu Fürstenberg zwischen 1853 und 1856 einen monumentalen Zentralbau mit Kuppel im Renaissancestil als neue Grablege errichten.

Gute dreißig Jahre später, im Jahre 1889, griff auch das Haus Hohenzollern-Sigmaringen auf den Stil der italienischen Hochrenaissance zurück, als es die bescheidene Bettelordenskirche am Stadtrand in Hedingen, die seit 1847 als Grablege diente, einer gründlichen Umgestaltung unterziehen ließ.

Die Ähnlichkeit der beiden Mausoleen ist augenfällig. Sie hatte ihren Ausgangspunkt in der vergleichbaren Stellung und jüngeren Geschichte der beiden Familien. Nach der erzwungenen oder selbst betriebenen Mediatisierung der Jahre 1806 und 1850 galt es, sich neu zu positionieren und die aristokratische Identität zu bewahren. Dazu sollten die Mausoleen beitragen.

Dennoch, es gibt auch große Unterschiede. Sie stehen im Mittelpunkt des Vortrages. Die Beratungen mit den Architekten, die verschiedenen Entwürfe, die vorgelegt und wieder verworfen wurden, die besonderen Umstände der Einweihung, der Namensgebung und der späteren Nutzung der Grablegen ermöglichen tiefe Einblicke in die speziellen Intentionen und Motive.

Weitere Informationen gibt es beim Hohenzollerischen Geschichtsverein, Thomas Jauch, stellvertretender Vorsitzender,

Telefon 07471/94 01 81

www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de

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