Recht und (Un-)Ordnung in einer schwäbischen Kleinstadt

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 In der Stadthalle ist der „Sheriff von Linsenbach“ zu sehen.
In der Stadthalle ist der „Sheriff von Linsenbach“ zu sehen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

In der Stadthalle gastiert auf Einladung der Gesellschaft für Kunst und Kultur die Landesbühne Esslingen mit der Kult-Komödie „Der Sheriff von Linsenbach“: Termin ist am Sonntag, 19. Januar, um 18 Uhr.

Schnell kann das Verlangen nach Recht und Gerechtigkeit ausarten. Prädestiniert hierfür: Die typische schwäbische Kleinstadt, freilich im württembergischen Unterland, wo bereits seit dem 15. Jahrhundert geregelt ist, wie und wo allwöchentlich für Ordnung zu sorgen sei. Uns hier ganz fremd? Gewiss nicht, denn ein Querulant steckt in jedem, und der Hang zum Streit erst recht, schreibt der Veranstalter in seiner Ankündigung. In der schwäbischen Komödie „Der Sheriff von Linsenbach“ des 2011 verstorbenen Autors und Filmemachers Oliver Storz wird auf amüsante Weise gezeigt, wie eskalieren kann, was mit bloßem Rechthaben anfängt. Und wenn ein Kleinstadt-Kohlhaas erst einmal loslegt und in der Tugend der Gerechtigkeit zu sehr ausschweift, breitet sich schnell Unruhe in einem ganzen Städtlein aus: Die Nachbarschaft reagiert – und alles eskaliert.

Die Landesbühne Esslingen zeigt unter der Regie von Christine Gnann eine liebevoll-bissige Satire, die an Aktualität nichts verloren hat, wenn vom Kommentareschreiber in sozialen Netzwerken, über den selbsternannten Klimakümmerer bis zum besorgten Wutbürger ein jeder gerne auch beim Verhalten des anderen ein Wörtchen mitreden möchte. Eine erhellende Freude, dabei zuzusehen!

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