Neujahrsempfang im Zeichen der Vereine

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 Vor der Neujahrsansprache von Ortsvorsteher Wolfgang Querner sammelten die Sternsinger noch einmal Spenden.
Vor der Neujahrsansprache von Ortsvorsteher Wolfgang Querner sammelten die Sternsinger noch einmal Spenden. (Foto: Peggy Meyer)
Peggy Meyer

Beim Laizer Neujahrsempfang, der traditionell am Dreikönigstag im Bürgersaal des Rathauses abgehalten wird, haben in diesem Jahr der FC Laiz und der TSV Laiz im Mittelpunkt gestanden. Beide Vereine, 1919 als gemeinsamer Verein gegründet und seit 1969 separat weitergeführt, begehen in diesem Jahr ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum.

So präsentierte sich die Dekoration im Bürgersaal auch in den Vereinsfarben grün/weiß, an den Wänden zeigten Fotostrecken und Wimpel sportliche Erfolge und ausgelegte Flyer gaben Einblick in das Vereinsleben. Ein besonderer Hingucker war das kalte Buffet, eine üppig „gewurstelte“ 100, gespickt mit Käsehäppchen, und jede Menge belegte Brötchen, kunstvoll jeweils mit einer 100 verziert, luden Augen und Gaumen gleichzeitig zum Genuss ein.

Beim Einzug der heiligen drei Könige waberte Weihrauchduft durch den Saal, nach ihrer dreitägigen Mission, von Tür zu Tür zu wandern, sammelten sie von den Anwesenden ein letztes Mal Spenden für die Bedürftigen der Welt.

Ortsvorsteher Wolfgang Querner ging in seiner Neujahrsansprache auf das ehrenamtliche Engagement der Vereine ein. „Ihr versammelt Bürger gleichen Interesses hinter Euch und gestaltet das Leben im Ort. Ihr übernehmt selbstständig Verantwortung und helft Menschen, egal welcher Herkunft, sich in vielleicht auch fremdem Umfeld zu integrieren.“ Laiz sei stolz auf seine Vereinslandschaft, die es lebens- und liebenswert mache, indem sie zu Aktivitäten in der Gemeinschaft herausfordere.

Kretschmann lobt Vereine

Ähnlich lobende Worte fand auch Gerlinde Kretschmann, die die Schirmherrschaft über das Jubiläumsjahr übernommen hat. Für diese Aufgabe dankte sie mit einem Schmunzeln und den Worten „Ich freue mich sehr, die Schirmfrauschaft übernehmen zu dürfen“. In ihren Ausführungen spannte sie den Bogen von den Anfängen bis in die heutige Zeit und wandte sich an die Vereinsmitglieder: „In unseren Vereinen stehen Geselligkeit und Gemeinschaft im Mittelpunkt, und ich bin sicher, dass Sie auch in den kommenden Jahrzehnten mit Engagement die Geschicke lenken und die Tore weit offen halten werden.“

Gregor Schill, Jahresvorsitzender der Abteilung Breitensport beim TSV, resümierte in seinen Worten, dass es in der heutigen gesundheitsbewussten Gesellschaft „nicht mehr ganz so selten ist, als Mensch 100 Jahre alt zu werden, als Verein aber schon“. Die Mitgliederzahlen stabil zu halten sei eine Herausforderung. Die persönlichen Begegnungen würden weniger, die Kommunikation finde vermehrt in der digitalen Welt statt. Umso mehr freue er sich, wenn er dann auch mal dem Ministerpräsidenten persönlich im Fitness-Studio begegne. „Das ist durchaus schon eine sehr große Motivation“, so Schill.

Der Vorsitzende des FC Laiz, Armin Wurster, gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass „Schirmfrau“ Gerlinde Kretschmann nur einen Sonnen- und keinen Regenschirm über das Jubiläumsjahr spannen müsse. Rückblickend auf 100 Jahre Vereinsleben verwies Wurster auf drei anstehende Termine im Laizer Bürgersaal, bei denen anhand von Bilddokumentationen die Vereinsgeschichte gezeigt wird. „Das machen wir dann im Sitzen, das braucht seine Zeit“, bemerkte er in Richtung der stehenden Gäste. Personell nannte er seinen Verein als sehr gut aufgestellt, verwies aber auch auf die Spielgemeinschaften und Zusammenschlüsse mit anderen Mannschaften. Er dankte dem Tennisclub für die vorübergehende Mitnutzung seines Vereinsheims, da das Mannschaftsdomizil des FC momentan renoviert wird.

Laizer Bürgerwünsche für 2019

Die Laizer Bürger wohnten dem Sektempfang, zu dem TSV und FC anschließend einluden, gern bei. Bei den Wünschen für das neue Jahr stehen Gesundheit und Zufriedenheit ganz oben auf der Liste. Aus sportlicher Sicht wünscht sich zum Beispiel Giovanni Colaiacomo, Trainer der B-Jugend, dass der drohende Abstieg noch aufgehalten wird und sich vielleicht noch mehr effektive Kooperationen für den Verein entwickeln.

Auf privater Ebene wünscht Johanna Walter für sich und ihre Familie Gesundheit und noch ein paar schöne Reisen. „Ein paar Tage Wien sind schon geplant“, verrät sie. Erich Kiebele möchte nur, „dass alles so bleibt wie es ist“, dann sei er voll zufrieden. Und Karin Lehn greift einen Neujahrsspruch auf, der eigentlich alles aussagt. „Liebes 2019, du musst mir nichts geben, Hauptsache, du nimmst mir niemanden weg.“

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