Narren verzaubern Sigmaringer mit Umzug

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Die Semerenger Riedhexen zünden Nebelkerzen und hinterlassen grünen Dunst in der Innenstadt.
Die Semerenger Riedhexen zünden Nebelkerzen und hinterlassen grünen Dunst in der Innenstadt. (Foto: Simon Siman)
Schwäbische Zeitung
Simon Siman

Die Sigmaringer Narrenzunft Vetter Guser hat am Fasnetsdienstag zum Umzug durch die Innenstadt eingeladen. 23 Narrengruppen aus der Region folgten der Einladung und verteilten – in bunte Häser gekleidet und bei strahlendem Sonnenschein – Süßigkeiten an die Umzugs-Besucher. Unter den Gruppen waren Hexen, Fledermäuse, Eulen und Wölfe aus Sigmaringen, Ostrach, Gutenstein oder Laiz zu finden.

Besonders spektakulär waren die Semerenger Riedhexen. Sie zündeten grüne Nebelkerzen und hinterließen große Augen bei den Kindern am Straßenrand im grünen Dunst. Dazu sprangen sie durch die Luft, wälzten sich am Boden oder erschreckten immer wieder die närrischen Beobachter. Wer zu dem Narrenruf der Riedhexen –„Arradia“ – mit einem „He“ zurückrief, wurde meist vom Erschrecken verschont oder bekam stattdessen zur Belohnung Bonbons.

Dem Narrenruf „Zapfa“ der Hanfertäler Eulenzunft wurde mit einem „Räs“ entgegnet. Gekleidet im prachtvoll gefiederten Ganzkörper-Häs verteilten auch sie Süßigkeiten an die Kinder und warfen ihnen Leckereien in die Beutel.

Am Ende schienen alle Narren glücklich. Geschminkte Großeltern gingen mit ihren verkleideten Enkeln an der Hand nach Hause und zahlreiche Eltern blickten in lachende Kindergesichter, die sichtlich beeindruckt von den vielen bunten Masken und Häsern waren.

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