Musikkapelle Laiz legt die Messlatte hoch

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 Unter Christine Burkhart gab die Musikkapelle Laiz ein anspruchsvolles Jahreskonzert.
Unter Christine Burkhart gab die Musikkapelle Laiz ein anspruchsvolles Jahreskonzert. (Foto: Peggy Meyer)

Unter dem Motto „Donau-Impressionen“ hat am Samstagabend die Musikkapelle Laiz zu ihrem Jahreskonzert eingeladen. Auf der Bühne der vollbesetzten Festhalle zeigten die Musiker eindrucksvoll, dass unter dem neuen Dirigat von Christine Burkhart der Anspruch an Perfektion und Musikalität enorm gewachsen ist.

„Der Anspruch ist hoch und obwohl ihr kein falscher Ton entgeht, hat sie immer noch Spaß“, beschrieb die neue Vorsitzende Anja Lutz die fordernde Probenarbeit mit der neuen Dirigentin Christine Burkhart. Diese hatte den Taktstock vor einem Jahr von ihrem Vorgänger Jürgen Ott, der das Dirigat neun Jahre innehatte, übernommen. „Besonders großen Wert legt sie dabei auf Präzision und Musikalität“, so Lutz in Ankündigung eines Konzerts mit Oberstufenwert.

Die zahlreichen Gäste, unter ihnen Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit seiner Frau Gerlinde und Ehrenbürger Ernst Behringer mit seiner Frau Elisabeth, durften sich auf einen Abend mit eher untypischen, aber sehr überzeugend interpretierten Musikstücken freuen. Diese wurden fast ausnahmslos von Christine Burkhart, die in Scheer aufgewachsen ist und mit den „Donau-Impressionen“ ihre Heimatverbundenheit zum Ausdruck bringen wollte zusammengestellt. So traf sie ihre Musikauswahl entlang des Flusslaufs der Donau und brachte mit ihren Musikern Werke von Komponisten aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien zu Gehör. Bereits das Auftaktwerk „Martenizza“ zeigte den Anwesenden nicht nur das hohe Niveau der Musikkapelle, sondern auch, dass die Dirigentin die Musik mit jeder Faser ihres Körpers lebt.

Franziska Peschke moderiertden Abend

Wenn es auch in jüngster Vergangenheit einige Veränderungen in der Musikkapelle Laiz gegeben hat, blieb die Moderation des Abends in den bewährten Händen von Franziska Peschke. Sie gab kurze Einblicke zu Musikstück und Komponist und schlug immer wieder eine Brücke nach Laiz. Insbesondere zur Brücke im Fürstlichen Park, „denn nun können sich die Inzigkofer nach Laiz retten und müssen nicht mehr auf dem Amalienfelsen festsitzen“, so Peschke bei der Ankündigung von Highlights aus „The Rock“. Dieses anspruchsvolle Werk mit 36 Vorzeichen und über 50 Taktwechseln hatten sich die Musiker selbst ausgewählt und mit Bravour gemeistert.

Christine Burkhart, die seit über drei Jahrzehnten Dirigentin ist und bereits mit 21 Jahren die Stadtkapelle in Scheer übernommen hatte, war nach dem Konzert sehr zufrieden. „Ich habe Musik studiert und ein hohes Anspruchsdenken. Die Proben waren sicher anstrengend, aber die Musiker haben alles super umgesetzt.“ Und so waren dann vor allem die jüngeren Musiker sichtlich erleichtert. Anni Knaus, mit ihren fast 12 Jahren das „Küken“ am Altsaxofon, war stolz auf ihr erstes großes Konzert. „Ich bin echt froh, dass es geschafft ist“, schmunzelte Lara Kraut und griff nach ihrer Klarinette. „Und jetzt freue ich mich auf entspannte Ferien.“

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