Musikabiturienten stellen Programm vor

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Jeannette Lorenz, Marlene Wittbrodt, Gregory Ciesla (von links) spielen das Programm, das sie zur Abiturprüfung vorbereitet habe
Jeannette Lorenz, Marlene Wittbrodt, Gregory Ciesla (von links) spielen das Programm, das sie zur Abiturprüfung vorbereitet haben, vor. Musiklehrerin Chiaki Nagata (rechts) begleitet am Flügel. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Vor einem kleinen Publikum haben die Schüler des Hohenzollern Gymnasiums, die in diesem Jahr die Abiturprüfung im Fach Musik ablegen, eine musikalische Soirée gegeben. Die drei Schüler des Neigungskurses Musik der Kursstufe II haben das Programm ihrer fachpraktischen Prüfung präsentiert, das ein Teil der Prüfung ist. Das Konzert fand in einem Klassenraum statt, weil sich die energetische Aufrüstung als größere Baustelle herausgestellt habe, erklärte Mathias Trost in seiner humorvollen Begrüßung.

Trost, der die Schüler an die Prüfung heranführt, hat diesen seinen großen Respekt ausgesprochen. „Sie müssen für das Abitur im Fach Musik viel leisten“, erklärte er dem Publikum. Die fachpraktische Prüfung bestehe aus dem Vorspielen ihres Programms und einem Gespräch über die Stücke, in dem es um Musikanalyse geht. Außerdem würden sie im Bereich Gehörbildung und Tonsatz geprüft. Die Herausforderung liege in der Vielseitigkeit der Prüfung, erklärte Trost.

Jedes Jahr bereiten sich im Hohenzollern Gymnasium Schüler auf ein Musikabitur vor. „Es ist eine Besonderheit in der Region, das zeichnet uns als Gymnasium aus“, erklärt Mathias Trost. Die Prüfung wird von einer dreiköpfigen Kommission abgenommen, wovon ein Prüfer von außerhalb komme. Für die fachpraktische Prüfung wählen die Schüler die meisten Stücke selbst aus, Trost gibt einen kleineren Teil vor. Das Programm sei ziemlich umfangreich, im Vorfeld der Prüfung müsse viel geübt werden. Die jungen Musiker müssen ihre Persönlichkeit, das sie in ihr Spiel einbringen, entwickeln, so Trost. „Sie müssen beim Musizieren zum einen ganz viel denken, aber auch ganz viel fühlen, um Emotionen zu vermitteln. Sie machen es gut“, lobte Trost.

Als erste trat Jeannette Lorenz auf. Sie spielt Querflöte und bot ein Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelsohn Bartholdy, Robert Schumann, in welchem eine schöne Ruhe und Weite lag. Die Klarinettistin Marlene Wittbrodt spielte Musik von Carl Maria von Weber, Wolfgang Amadeus Mozart und Igor Stravinsky. Sie ließ die unterschiedlichsten Klangfarben der Klarinette wirken. Mozarts Adagio war voller Wärme. Die junge Musikerin überraschte mit Stravinskys Stück, das voller Impetus war.

Gregory Ciesla spielt Violine und bot ein spannendes Programm mit dem „Largo“ aus einem „Concerto“ von Giovanni Battista Pergolesi, dem ersten Satz der „Sinfonie Espagnole“ von Édouard Lalo und einer mexikanischen Serenade, arrangiert von Jasha Heifetz. Die Stücke bildeten eine schöne Dramaturgie. Gregory Ciesla gestaltete souverän und expressiv. Sein Spiel war eindrucksvoll. „Drücken Sie uns die Daumen. Die Prüfung findet nächste Woche in der Aula der Alten Schule statt“, bat Trost das Publikum, das mit tosendem Applaus die Leistung der jungen Musiker würdigte.

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