Minister erwandert Tourismus-Region

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Teilnehmer der Abschlusstour der sechs Wanderungen mit Tourismusminister Guido Wolf bei der Eichfelsenpanorama-Tour auf dem Spal
Teilnehmer der Abschlusstour der sechs Wanderungen mit Tourismusminister Guido Wolf bei der Eichfelsenpanorama-Tour auf dem Spaltfelsen mit Blick auf Beuron und das Kloster. In der linken Hälfte vorne mit Strohhut Regierungspräsident Klaus Tappeser, links daneben Wanderführer Walter Knittel, rechts daneben Minister Guido Wolf, daneben Thomas Bareiß, Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus. (Foto: Helmut Stroppel)
Helmut Stroppel

„Urlaub im Ländle und ganz besonders im Donaubergland kann schön sein.“ So hat Minister Guido Wolf (CDU) für die sechstägige Wanderung mit ihm durch das Donaubergland geworben. „Als Tourismusminister ist es mir ein Anliegen, deutlich zu machen, wie schön Urlaubs- und Tagesausflüge in unserer Heimat sind.“ Und alle Teilnehmer dieser Wanderungen bestätigten dies – sie waren begeistert von verschiedenen Landschaftsräumen, markanten Felsen, unvergesslichen Ausblicken, historischen Burganlagen und geologischen Sensationen.

Jeden Tag erwanderte der Minister eine der sechs Donauwellen, die für die Bewegung, für das sichtbare Auf und Ab der Landschaft und für besonderen Genuss stehen. Die Touren sind zwischen neun und 16 Kilometer lang und führen durch den „schwäbischen Grand Canyon“.

Neben der Kraftstein-Runde, dem Klippeneck-Steig, der Donaufelsen-Tour, der Donauversickerung und dem Alten Schäferweg ist die Eichfelsenpanorama-Tour eines der Wander-Sahnestücke im Naturpark Obere Donau. Zu dieser Abschlusswanderung gesellten sich prominente Mitwanderer wie der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Tübingen, Klaus Tappeser, der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß (CDU) sowie der Bürgermeister von Meßstetten, Frank Schroft. Sie wollten durch ihr Mitwandern ein Zeichen für die Stärkung der regionalen Identität und zur Stärkung des Tourismus im ländlichen Raum und strukturschwachen Gebieten setzen.

Wanderführer mit sonorer Stimme

Ein ausgezeichneter Wanderführer bei allen Wanderungen war Walter Knittel, Geschäftsführer der Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH, der an verschiedenen Stellen die Gruppen mit seiner sonoren Stimme gut hörbar mit Informationen zu Landschaft, Land und Leuten versorgte und die Gruppen zusammenhielt.

Bei der Begrüßung der 45 Wanderfreunde am Parkplatz des Klosters in Beuron freute sich Guido Wolf über das gute Wanderwetter und den guten Zuspruch. Mit der Donauquerung über die historisch gedeckte Holzbrücke begann die letzte Etappe und führte über einen etwas anstrengenden Anstieg zum Trauf der Albhochfläche. Unterwegs bietet sich vom Spaltfels ein umfassender Blick auf die Donauschlinge und das Kloster Beuron.

Auf dem Rauhen Stein bietet ein weiterer Aussichtspunkt eine weitere Perspektive ins Tal. Nach einer Einkehr im Wanderheim ging es weiter am Steilhang zum Eichfelsen mit einem atemberaubenden Blick ins Donautal auf Schloss Werenwag, mit Sicht zum Fach- und Bandfelsen bis zur Burg Wildenstein. Nach dem Abstieg zurück ins Donautal quert der Weg den Fluss unter den hoch aufragenden Felsen mit Burg Wildenstein.

Teilweise war der Anstieg zur Burg recht steil, Kaffee, Kuchen und kühle Getränke waren der Lohn für die Anstrengungen. Über die Petershöhle, in der die Mönche in schlechten Zeiten Zuflucht fanden, machte sich die Gruppe auf den Weg zurück nach Beuron, wo man sich zum Abschluss im Hotel Pelikan traf. Gut vorbereitet und organisiert war auch diese Abschlusswanderung. So gab es im Wanderheim eine kleine Wanderspeisekarte „Wandern mit Guido Wolf“, auf dem Wildenstein gab es Donauwellen neben anderen Kuchen und Torten, passend zu den Premiumwegen.

Der durchschnittliche Kalorienverbrauch beim Wandern auf diesem Premiumweg liegt übrigens bei etwa vier Donauwellen. Gastronom Franz Sorger vom Pelikan überraschte die Gäste mit einem Glas Sekt und Häppchen auf Kosten des Hauses. Mit berechtigtem Stolz und einem „tollen Gefühl“ blickte der Minister auf die Wanderwoche zurück, zu Fuß könne man die Region besser erschließen und kennenlernen. Er spüre jetzt viele Knochen, die er vorher nie gespürt habe.

An den sechs Tagen wurden etwa 95 Kilometer gewandert und mit den zahlreichen Auf- und Abstiegen kamen einige Höhenmeter zusammen. Anfangs seien es 19 Mitwanderer gewesen, von Tag zu Tag seien es mehr geworden und alle Wanderungen hätten unfallfrei beendet werden können.

Es habe sich in der Gruppe etwas entwickelt. Der jüngste Teilnehmer war der 13-jährige Julian Blender aus Hausen im Tal und die weiteste Anreise hatten drei Wanderfreunde aus Heilbronn. Glücklich und mit einem Lachen im Gesicht sagte Wolfgang Stingel aus Schwenningen: „Es fasziniert, wie Walter Knittel den Wanderern die Donauwellen erschlossen hat. Ich habe zum ersten Mal die Eichfelsenpanorama-Tour gemacht, tolle Ausblicke, tolles Panorama und gute Wanderwege.“ Seine Frau Margot, auch dreimal dabei, ergänzt: „Es ging über Berg und Tal, manchmal war ich froh, wenn gerastet wurde. Jeden Abend sind wir glücklich auseinandergegangen. Schöner kann es auf den Malediven nicht sein.“

Guido Wolf hob die professionelle und fachkundige Führung von Walter Knittel hervor und bedankte sich mit einem Weinpräsent und einem Vogelhaus aus Holz. Die Wandertour sei eine gute Werbung für die Region gewesen, es habe ihm großen Spaß gemacht, bedankte sich der Wanderführer.

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