Mehr Raum für Kunst im doppelten Sinn

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 Im Bildungszentrum Gorheim gibt es künftig mehr Raum für Werke der Jugendkunstschule.
Im Bildungszentrum Gorheim gibt es künftig mehr Raum für Werke der Jugendkunstschule. (Foto: Peggy Meyer)
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In die frisch renovierten Räume des Bildungszentrums Gorheim soll Farbe einziehen – in Form von Kunstwerken. Geschaffen haben sie junge Künstler des Jugendateliers unter Leitung der Kunstdozentin Monika Uhlmann. Als „Spontanidee“, wie sie sagt, und ersten Auftakt laden nun Bildungszentrum und die ihr angegliederte Jugendkunstschule für Freitag, 7. Februar, ab 17.30 Uhr erstmals zu einer öffentlichen Vernissage ein.

Ein Bildungszentrum mit einer Jugendkunstschule wäre schlecht beraten, Kunstwerke zu kaufen, wenn es eigene Künstler beherbergt. So sieht es auch der Leiter des Bildungszentrum Gorheim, Clemens Mayer. Seit September im Amt, bezog er ein ebenso neu saniertes und frisch renoviertes Domizil mit reinweißen Wänden. „Aber diese sind nackt. Bevor wir teuer Kunst einkaufen, können wir doch unsere eigenen Werke nutzen“, sagt er. Und so kam ihm die Idee mit der Jugendkunstschule (JukSig), die dem Bildungszentrum angehört. „Wir haben genug Räume, aber die JukSig ist am äußersten Eck angegliedert, und kaum jemand sieht die tollen Kunstwerke, das ist schade“, so Mayer. Er möchte das Bildungszentrum zukünftig mehr für diese Arbeiten öffnen, der Kunst im doppelten Sinne Raum geben. „Vielleicht können wir auch weitere Räume für die JukSig nutzen, wenn Boden und Wände nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.“ Mayer schwebt vor, die Arbeiten der Kinder, aber auch der Erwachsenen, die beispielsweise im Kalligrafiekurs entstehen, in wechselnden Ausstellungen zu präsentieren.

Eine absolute Fürsprecherin und Unterstützerin hat Mayer in der freischaffenden Künstlerin und Dozentin Monika Uhlmann gefunden. Seit vier Jahren unterrichtet sie unter anderem jeden Freitagnachmittag in der Kunst des Zeichnens. Aus diesem Kurs heraus entstand die Idee der Acrylbilder. „Vor einem halben Jahr habe ich den Mädels Acrylbilder auf A2-Format in Auftrag gegeben. Sie konnten auswählen, ein Selbstporträt oder eine Bildvorlage, die ihnen besonders gefällt, zu malen.“

Die neun Mädels im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren haben die Herausforderung gemeistert und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Herausgekommen sind kleine Kunstwerke ganz verschiedener Art. Zuviel sei den Besuchern vorweg nicht verraten, nur so viel, dass sie sich auf akribisch-tierische, fantasievolle und gefühlvolle Pinselstriche, beeindruckende Werke und charmante Künstler von morgen freuen können.

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