Mechatronikerin schafft besten Abschluss

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 Die Mechatroniker freuen sich über ihren Ausbildungsabschluss.
Die Mechatroniker freuen sich über ihren Ausbildungsabschluss. (Foto: Peggy Meyer)

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde haben Vertreter der Kreishandwerkerschaft Sigmaringen 86 Junggesellen zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung, hauptsächlich im metallverarbeitenden Handwerk, gratuliert und ihnen Gesellenbrief und Prüfungszeugnis überreicht. Gut gefüllt waren die Stuhlreihen in der Römerhalle in Inzigkofen, neben Familienangehörigen und Freunden waren viele Vertreter von Schulen, Betrieben und Behörden anwesend.

Moderiert wurde die Lehrabschlussfeier wie in den Jahren zuvor von Andreas Rebholz aus Sigmaringendorf. Mit seiner spritzigen und unterhaltsamen Art fand der Kleinkunst-Preisträger schnell den Draht auch zu den jungen Leuten im Publikum und sorgte so zwischen den Festreden immer wieder für kleine Lachsalven. Musikalisch untermalt wurde die Feier durch zwei Bläserensembles der Musikkapelle Inzigkofen. Kreishandwerksmeister Siegmund Bauknecht würdigte in seinen Grußworten das Engagement der jungen Leute, sie hätten jetzt das Fundament für ihren beruflichen Werdegang geschaffen. „Aber sorgen Sie auch weiterhin durch ständiges Lernen und Weiterbilden für Ihre Entwicklung, damit aus dem Gesellenbrief nicht irgendwann Altpapier wird“, gab Bauknecht mahnend mit auf den Weg. „Machen Sie ihren Meister, denn neue Meister braucht das Land“, forderte er die Gesellen auf. Ein Studium sollte gut überlegt sein, es gäbe momentan einen Stand von 35 Prozent Studienabbrüchen. Einen weiteren Impuls setzte der Kreishandwerksmeister in Richtung Wahlen. „Nutzen Sie Ihr Wahlrecht, denn Wahlen sind ein hohes Gut.“

Digitalisierung annehmen

Anerkennende und eindringliche Worte kamen auch von Harald Herrmann, dem Präsidenten der Handwerkskammer Reutlingen. „Wir brauchen euch ganz dringend“, beschwor er gleich zu Beginn seiner Rede die jungen Handwerker, ihrem Metier treu zu bleiben. „Auch wenn die Digitalisierung immer stärker Einzug hält, sollten wir uns diesen Anforderungen stellen.“

Wenn der Zahnarzt den Oberkiefer eines Patienten einscanne, ist es dennoch ein Handwerk. Es sei gut, dass es ständig Veränderungen gäbe, „sonst wohnten wir heute noch in Höhlen.“ Gesellensprecherin Maggie-Jane Deckart, die bei der Firma „Auto Domicil Sigmaringen“ erfolgreich eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin absolviert hat, gab einen kleinen Rückblick zu ihrer Berufswahl. „Ich habe schon immer gern mit meinem Bruder an Autos herumgeschraubt und so kam damals die Entscheidung, das auch beruflich zu machen.“

Dass diese Entscheidung die richtige war, hat sie beeindruckend unter Beweis gestellt: Mit einem Notendurchschnitt von 1,7 hat sie das beste Ergebnis erzielt und ihre männlichen Kollegen in den Schatten gestellt. Im Namen der Gesellen dankte die 24-Jährige all jenen, die sie während der Ausbildung unterstützt haben und wünschte den Ausbildungsbetrieben und Lehrkräften weiterhin „so problemlose Stifte, wie wir es waren“.

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