Magier verzaubert und verblüfft seine Zuschauer

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Cäcilia Krönert

Unter dem Motto „Nicht von dieser Welt“ hat Danny Ocean mit seiner Show das Publikum in der Sigmaringer Stadthalle verzaubert. Magische Momente, abgerundet mit Witz und Charme, faszinierten am Samstagabend knapp 600 Gäste. Der Magier und Mentalist aus Nürnberg ließ die Zuschauer derart Unglaubliches erleben, dass sie ihren eigenen Augen und Ohren nicht trauten. Psychologische Finesse traf in spezieller Mischung mentaler Effekte auf moderne Zauberkunst. Der Erlös der Show von etwa 3000 Euro kommt dem Förderkreis der Theodor-Heuss-Realschule Sigmaringen zugute.

Es war eine Show voller Magie, zwischen Realität und Fantasie, phänomenal und verblüffend, was der als „Next Uri Geller“ gefeierte Mentalist präsentierte. „Er zieht die Menschen in seinen Bann, spielt für sie und vor allem mit ihnen und ihren Sinnen. Auf dem Gebiet der Sinnestäuschung ist er ein absoluter Meister“: So stellte eine Stimme aus dem Äther den Künstler vor.

Eigentlich habe er einen ganz normalen Schulweg hinter sich gebracht, erzählte Danny Ocean anschließend selbst seinem Publikum. Nach dem Abitur habe er Architektur studiert. „Ich habe diesen Job drei Jahre ausgeübt und mich dann entschieden, das hier zum Beruf zu machen“, sagte der Magier. Fast unscheinbar leitete der Mentalist seine Gäste in die Irre. Glaubt man den Augen, traut man den Ohren nicht und umgekehrt – so nahm der Abend seinen Lauf. Gast um Gast auf der Bühne wurde von Danny Ocean durch raffinierte psychologische Tricks in zuvor kurz geführten Gesprächen in die Irre geleitet. Bereits die Wahrnehmungen der Zuschauer und derer, die bei den Tricks auf der Bühne standen, waren unterschiedlich.

2008 war Danny Ocean in der Mystery-Fernsehsendung „Unglaubliche Phänomene“ zu sehen gewesen. Die Symbiose aus Logik, Intuition und unbemerkter Beeinflussung ließ eine Bühnenshow entstehen, die über das Herkömmliche hinausging. Im Gedächtnis blieb die Faszination bei jedem einzelnen Zuschauer. Immer wieder holte der Magier Gäste auf die Bühne. Nicole konnte auch nach dem fünfmaligen Wiederholen eines Tricks nicht sehen, wo eine Serviette verschwand – die Zuschauer hingegen schon.

Gudrun aus dem Publikum überzeugte Ocean damit, dass er ihr auf den Tag genau sagen konnte, wann sie Geburtstag hat. Über Zuschauer Michael sagte der Mentalist, dass er jemand sei, der seine Geheimzahl auf die EC-Karte schreibt. „Ich kann sie mir halt nicht merken, daher habe ich sie daraufgeschrieben“, sagte Michael verblüfft, der sich einfach nicht erklären konnte, wie der moderne Zauberer das herausbekam.

Mit leichtem Druck auf einige Stellen am Kopf ließ Ocean die 17-jährige Viktoria ihre Fähigkeit zu lesen vergessen, sodass sie einfache Worte nicht richtig lesen konnte. Bei Kathrin las er in ihren Gedanken, dass sie ein großer Fan des amerikanischen Schauspielers Richard Gere sei und erriet einen Teil ihrer Handynummer. Das Publikum war erstaunt und begeistert zugleich.

Förderkreis wird 20 Jahre alt

„Wir haben Danny Ocean schon einmal eingeladen. Da ist er in unserer Turnhalle aufgetreten“, erzählte Richard Hartl nach der Show. Er ist seit November 2017 Vorsitzender des Förderkreises der Theodor-Heuss-Realschule, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Deshalb sei auch die Danny-Ocean-Show organisiert worden, sagte Hartl.

In der Vergangenheit hatte der Förderverein mit seinen Einnahmen beispielsweise den Schulhof erneuert, neue Turngeräte angeschafft und Klassenfahrten unterstützt. Jetzt liege ein Augenmerk auf guter Ernährung in der Mensa, sagte Richard Hartl. Andere Punkte seien die Unterstützung und Förderung bei Kunst- und Musikprojekten für die Schüler sowie Zuschüsse bei Nachhilfe. Was mit den 3000 Euro aus dem Danny-Ocean-Auftritt passiere, müsse noch im Vorstand diskutiert werden, sagte Richard Hartl. Anlässlich des Jubiläums sei noch ein „Fest der Begegnung“ im Sommer geplant, zu dem auch alle Nachbarn rund um die Schule eingeladen werden sollen.

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