Lehrer: Dem Landkreis fehlen Springer

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Der Unterricht im Landkreis Sigmaringen ist vorerst gewährleistet – krankheitsbedingte Ausfälle sind aber ein Risiko.
Der Unterricht im Landkreis Sigmaringen ist vorerst gewährleistet – krankheitsbedingte Ausfälle sind aber ein Risiko. (Foto: David Ebener/dpa)
Redakteur Krauchenwies und Inzigkofen

Die Versorgung mit Lehrern im Landkreis Sigmaringen ist zum Schuljahresbeginn auf einem „ordentlichen Stand“. Das sagt Schulamtsdirektor Gernot Schultheiß auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“. Er verhehlt aber nicht, dass es auch Probleme gibt.

So sei zwar die aktuelle Anzahl an Lehrern ausreichend, auf Ausfälle etwa durch Krankheit oder Schwangerschaft könne allerdings kaum reagiert werden. Sollten sich Ausfälle häufen, „könnte es ganz schnell schwierig werden“, sagt er. Das große Problem sei, dass das Staatliche Schulamt Albstadt für den Landkreis Sigmaringen über keine Lehrkräfte verfüge, die als Springer eingesetzt werden können. Dafür gebe es einfach zu wenig Personal.

Um dennoch vernünftig aufgestellt zu sein, sei das Schulamt daher gegenwärtig in Gesprächen mit Quereinsteigern, Pensionären oder Pädagogen, die ihre zweite Dienstprüfung nicht mehr absolviert haben. „Diese Menschen wollen wir als Vertragslehrkräfte einstellen“, sagt Schultheiß. Im gesamten Schulamtsbezirk Albstadt gebe es derzeit rund 100 solcher Vertragslehrkräfte, „im Landkreis Sigmaringen sind es wohl ungefähr 50“, so der Schulamtsdirektor. Diese Vertragslehrkräfte erhalten einen Ein-Jahres-Vertrag.

In punkto Schulleitung gibt es aktuell im Landkreis Sigmaringen lediglich eine Vakanz, nämlich an der Härle-Schule in Pfullendorf (die „Schwäbische Zeitung“ berichtete). Schultheiß gibt die Hoffnung aber noch nicht auf: „Wir sind jetzt dabei, gezielt Personen anzusprechen, die aus unserer Sicht infrage kommen könnten“, sagt er. Ziel sei es, zeitnah einen Kollegen für die verantwortungsvolle Aufgabe in Pfullendorf motivieren zu können.

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