LEA will Flüchtlinge nach Auseinandersetzung trennen

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Die Polizei muss eine Streiterei zwischen Schwarzafrikanern und Marokkanern schlichten.
Die Polizei muss eine Streiterei zwischen Schwarzafrikanern und Marokkanern schlichten. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Zwei Gruppen von Flüchtlingen sind in der Nacht zum Dienstag in der Erstaufnahmestelle aufeinander getroffen. Das Sicherheitspersonal meldete laut Polizeiangaben eine Massenschlägerei. Beamte des Polizeireviers Sigmaringen eilten gegen 5 Uhr zu Hilfe und stellten rund 40 stark aufgebrachte Schwarzafrikaner fest, welche lautstark damit drohten, bestimmte marokkanische Männer umbringen zu wollen. Eingesetztes Sicherheitspersonal konnte ihnen jedoch den Weg versperren, indem es eine Türe im Flur blockierte.

Die Polizeibeamten konnte die aggressive Situation entspannen und die Gemüter beruhigen. Hierbei erfuhren die Beamten, dass eine Gruppe männlicher Marokkaner, welche auf demselben Stockwerk wie die aufgebrachten Schwarzafrikaner wohnt, gegen deren Zimmertüren getreten haben soll. Durch den Lärm wurden diese wach und es kam zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen, wobei die Marokkaner schließlich aus dem Unterkunftsgebäude flüchteten. Ein Mann aus der Gruppe der Marokkaner soll während der Auseinandersetzung mit einem Messer gedroht haben.

Schwarzafrikaner fordern die Trennung

Die Schwarzafrikaner forderten gegenüber den Polizeibeamten eine räumlich getrennte Unterbringung von den Marokkanern. Der Mann, welcher mit einem Messer gedroht haben soll, konnte durch Sicherheitspersonal in einem anderen Unterkunftsgebäude festgestellt werden. Ein Messer hatte er jedoch nicht dabei. Um weitere Störungen zu verhindern, wurde der Mann auf Anordnung des zuständigen Richters auf dem Polizeirevier Sigmaringen in Gewahrsam genommen.

Um künftigen Auseinandersetzungen vorzubeugen, werden von den Verantwortlichen der Einrichtung räumliche Umverteilungen vorgenommen, teilt die Polizei mit.

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