Kreis erhöht die Förderung für Beratungsstelle

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 Wenn Frauen Gewalt erfahren: Die Caritas-Beratungsstelle in Sigmaringen erhält vom Kreis mehr Geld.
Wenn Frauen Gewalt erfahren: Die Caritas-Beratungsstelle in Sigmaringen erhält vom Kreis mehr Geld. (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)
Redaktionsleitung

Der Kreis fördert weiterhin die Arbeit der Caritas-Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt. Wie der Verwaltungs- und Sozialausschuss des Kreistags beschlossen hat, läuft die Förderung weitere fünf Jahre. Ab diesem Jahr erhält die Caritas einen Zuschuss von jährlich mindestens rund 42 500 Euro. Je nachdem, wie sich die Lohnkosten entwickeln, erfolgt eine jährliche Erhöhung, so die künftige Regelung. Die Beratungsstelle in Sigmaringen suchen Frauen auf, die von ihren Partnern geschlagen werden.

Die Zahl der Betroffenen habe sich in den vergangenen sechs Jahren beinahe verdoppelt: von 52 Klienten im Jahr 2012 auf 93 Klienten im vergangenen Jahr. Wegen dieser Erhöhung wird die Caritas den Beschäftigungsumfang der Mitarbeiterin um zehn Prozent auf 60 Prozent erhöhen. Der jährliche Abmangel, den der Kreis übernimmt, werde deshalb von 30 000 auf rund 42 500 Euro steigen. „Ganz schön heftig“, nannte dies Kreisrätin Susanne Scham von den Grünen. Sozialdezernent Frank Veser sagte, die vom Caritasverband gelieferten Zahlen seien korrekt angesetzt. Ein anderer Kreisrat wollte wissen, ob die Betroffenen die Taten zur Anzeige brächten.

Beraterin Bettina Häberle sagte in der Sitzung: „Dies ist ein schwerer Weg, der intensive Unterstützung braucht. Erst versuchen wir, nach Schutz und Sicherheit zu schauen, danach sind solche Wege denkbar.“ Neben der Beratung und Hilfe in Einzelfällen zählen zu den Aufgaben der Beratungsstelle auch die Präventionsarbeit.

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