Klimaschutzkampagne für Flüchtlinge erfolgreich gestartet

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 Flüchtlinge lernen in Sigmaringen etwas über den Klimaschutz.
Flüchtlinge lernen in Sigmaringen etwas über den Klimaschutz. (Foto: Swen Pförtner)
Schwäbische Zeitung

(sz) - Woher weiß ich, ob mein Strom- und Heizverbrauch zu hoch ist? Was kann ich tun, um meine Energiekosten zu senken? Warum ist es wichtig, meinen Abfall richtig zu trennen und welche Möglichkeiten habe ich, Abfall zu vermeiden und dadurch Geld zu sparen?

Diese und viele Fragen mehr beantworteten Michael Bauer, Leiter der Energieagentur Sigmaringen, und Mona Kramer, Klimaschutzmanagerin der Stadt Sigmaringen, an einem Vortragsabend im Rahmen einer Schulungsreihe des Caritasverbandes, des Landkreises und der Stadt Sigmaringen. Themen wie der sparsame Umgang mit Energie und der richtigen Entsorgung von Abfällen gehören zum notwendigen Wissen, um sich im Alltag in Deutschland orientieren und integrieren zu können. Daher richten sich die Vorträge gezielt an Geflüchtete in Anschlussunterkünften. Bereits im Dezember 2018 waren Michael Bauer und Mona Kramer zur Schulungsreihe „Mein Leben in Deutschland“ im Fidelishaus in Sigmaringen als Referenten eingeladen, um Geflüchteten und interessierten Bürgern nützliche Tipps zum Energiesparen und zur Abfallvermeidung zu geben.

Die Resonanz war groß, teilt die Stadtverwaltung Sigmaringen in einer Pressemitteilung mit. Daher lud der Arbeitskreis Asyl Mengen und der Caritasverband zu einem weiteren Vortragsabend in Mengen ein. Geflüchtete, Ehrenamtliche, interessierte Bürger sowie Jugendliche aus Mengen beteiligten sich an den interaktiven Vorträgen, stellten Fragen und kamen auf diese Weise auch untereinander ins Gespräch.

Aus diesen Vorträgen entstand in gemeinsamer Initiative der Stadt Sigmaringen, dem Integrationsmanagement des Landkreises Sigmaringen, der Energieagentur Sigmaringen und dem Caritasverband eine zielgruppenorientierte Kampagne zur weiteren Sensibilisierung für einen schonenden Umgang mit Energie und Abfall. Die Kampagne richtet sich hauptsächlich an Menschen in Anschlussunterkünften, Menschen mit Migrationshintergrund und einkommensschwache Haushalte. Inhalt dieser Kampagne sind kostenlose Energieberatungen vor Ort sowie Vorträge zu den Themen „Energie & Abfall“.

Die Energieberatung, der sogenannte „Basis-Check“, ist ein kostenloses Beratungsangebot und Bestandteil der Energieberatungen der Verbraucherzentrale, bei dem ein unabhängiger Energieberater sich ein Bild über den Strom- und Wärmeverbrauch vor Ort macht, auf individuelle Fragen eingeht und nützliche Tipps und Handlungsempfehlungen gibt, wie die Verbräuche gesenkt werden können.

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