Kinder treiben Leichathletik

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 Die dicke Sprungmatte federt alles ab.
Die dicke Sprungmatte federt alles ab. (Foto: pribat)

Rund 420 Grundschulkinder aus Sigmaringen haben sich bei der Auftaktveranstaltung der Kinderleicht-Athletik-vor- Ort-Tour des Württembergischen Leichtathletikverbands (WLV) ausgetobt. Mit 22 Schulklassen, darunter zwei Inklusionsklassen, war sie zugleich die größte Veranstaltung dieser Art in diesem Jahr.

Aufgrund des wechselhaften Wetters fand die Veranstaltung zudem erstmalig in einer etwas abgeänderten Form statt: Für die offizielle Begrüßung mit Bürgermeister Marcus Ehm, den ehemaligen Silbermedaillengewinner der Paralympics über 400 Meter, wurde die nahegelegene Kreissporthalle genutzt. Diese wurde während des anschließenden Aufwärmprogramms von den 420 Kindern mit Jubel und Geschrei so richtig aufgeheizt, bevor es dann für den Stationsbetrieb in das Sandbühlstadion ging.

Dank der vielen Helfern der PSG Sigmaringen, die das Stadion bereits am frühen Morgen zu einem Parcours aus zahlreichen Stationen umgebaut hatten, konnten die Schulklassen sofort loslegen und die wenigen Sonnenstrahlen ausnutzen, die sich anfangs ihren Weg durch die Wolken bahnten.

Die Stationen wurden mit voller Begeisterung angenommen. Mit großem Tatendrang probierten sich die Kinder an den unterschiedlichen Stationen aus, hüpften, rannten, krabbelten, sprangen und warfen um die Wette. Auch die ab und an wiederkehrenden Regenschauer konnten den Kindern ihren Spaß und ihren Eifer nicht nehmen. Aber nicht nur die Grundschulkinder durften sich an diesem Tag in Neuem ausprobieren. Auch die Schüler der 9. Klasse der Werkrealschule konnten sich in ihrer Rolle als Stationhelfer erproben und neue Erfahrungen im Anleiten von Gruppen sammeln.

Besonders schön zu beobachten war, dass sich über 20 Kinder der Lassbergschule mit körperlichen Behinderungen mühelos an den Bewegungsstationen austoben konnten und jedes Kind nach seinem Könnensstand laufen, springen und werfen konnte.

Kurz vor Ende des Stationsbetriebs gab es auch noch eine kurze Vorführung durch den ehemaligen 8000-Punkte-Zehnkämpfer und Projektleiter Rene Stauß für die Kinder: Das ganze Stadion bebte, als die gesamte Menge an Kindern den ehemaligen Top-Athleten anfeuerte, während er verschiedene Wurfgeräte wie zum Beispiel die Heuler quer über den Rasen ans andere Ende der Kunststoffbahn schleuderte.

Am Ende der Veranstaltung hatten die Kinder nicht nur zahlreiche neue (Bewegungs-) Erfahrungen gesammelt, sondern sie erhielten auch eine personalisierte Urkunde sowie das WLV Kinderleicht-Athletik-vor Ort Teilnehmershirt. Das Organisationsteam um Rene Stauß und Carina Sarandrea vom WLV sowie Birgit Rebsam von der PSG Sigmaringen war begeistert vom reibungslosen Ablauf und der tollen Stimmung. „Es ist für uns immer eine besondere Freude zu sehen, wie Kinder alle störenden Faktoren wie den Regen um sich herum ausschalten, wenn sie mit viel Spaß bei der Sache sind“, so Rene Stauß.

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