Kinder erleben Südsee-Abenteuer in „Balkenheim“

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Die Inseltänzerinnen von „Laizawaii“ zeigen beim Kinderball, was sie drauf haben.
Die Inseltänzerinnen von „Laizawaii“ zeigen beim Kinderball, was sie drauf haben. (Foto: pegme)

Volles Haus, tolles Programm und jede Menge Spaß und Konfetti – der Laizer Kinderball hat auch in diesem Jahr mit einer bunten und fantasiereichen Show überzeugen können. Mittlerweile für viele Familien ein närrisches Highlight in der Region, war die Festhalle Balkenheim bereits eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn ausverkauft.

Als hätten die acht Damen des Kinderball-Team das milde und sonnige Wetter zur diesjährigen Fasnet vorausgeahnt, holten sie mit dem Motto „Südsee-Insel in Gefahr“ karibisches Flair an die Donau. Sonne, Palmen, Paradiesvögel, farbenfrohe Fische und jede Menge „Strandgut“ boten ein wunderbares Bühnenbild. Nach dem traditionellen Einmarsch und der Begrüßung durch die Balkenstrecker Narrenzunft Laiz übernahm in altbewährter Weise Sylvia Bantle vom Kinderball-Team das Zepter. Dieses bestand aus einem moosbewachsenen alten Ast, drapiert mit Kokosnüssen und allerlei Kirmskram. Überhaupt war der Anblick der alten, knöchernen Dame in ihrem Ureinwohner-Outfit genial, Bantle wusste wie immer die Kinder begeisternd auf die Reise mitzunehmen.

Und die führte auf die wunderschöne Insel „Laizawaii“, wo es nur Frieden, Freundschaft und gute Laune gibt. An einem Tag im Jahr wird dort ein Inselfest gefeiert, dem konnten nun gestern die Kinderball-Besucher beiwohnen. „Denn auf der Insel gibt es eine Zauberkugel, die wollten vor 367 Jahren böse Piraten stehlen. Aber die Ur-Einwohner haben es geschafft, ihn wieder zurückzuerobern“, begann die runzlige Alte auf der Bühne ihren Rückblick auf den „schlimmen Tag“.

Rosina und Elsa singen Duett

Idyllisch schwammen die kleinsten der Bühnenakteure als bunte Fische durch die blauen Fluten. Die heile Welt wurde durchbrochen vom Klang schauriger Piratenmusik. Die Fische schwammen davon, als freche, fahnen- und säbelschwingende Piraten die Insel überfielen. Zwei mutige Haie stellten sich ihnen in den Weg, doch die Übermacht der Eindringlinge war zu stark. Der Schrecken der Meere, Kapitän Donauhirsch, riss den Stein an sich und mit Tanz und Gesang feierten sie ihren Sieg. Ein ganz besonderes Highlight boten die achtjährigen Piraten-Zwillinge Rosina und Elsa mit einem Duett. Sie sangen zum Lied „Schwarze Segel in der Nacht“ und erhielten dafür einen bewundernden und stürmischen Applaus.

Die müden, rülpsenden und betrunkenen Piraten fielen in einen tiefen Schlaf – Zeit für die cleveren Ureinwohner, die Eindringlinge zu entwaffnen und mit lautem Buschtrommeln zu verjagen. Damit waren die Kugel gerettet und der Inselfrieden wieder hergestellt.

Voll Stolz begannen die Ur-Einwohner auf ihren Trommeln den Takt zu schlagen und wild zu tanzen. Die Inseltänzerinnen mit ihren Blumenketten und Baströcken kamen dagegen grazil und anmutig daher und zeigten zu karibischen Rhythmen eine sehenswerte Choreografie.

Gäste kamen zum Inselfest natürlich auch: erstmals mit dabei die Cheerleader-Gruppe von Nicole Wessmer, die als Tanzgarde flotte Tänze aufs Parkett brachte. Und auch die JuMus schauten wie in den Jahren zuvor vorbei, ausgerechnet als Piraten verkleidet. Aber sie machten nur tolle Musik, keinen Ärger.

Am Ende kamen die Kinderball-Damen selbst auf die Bühne. Sylvia Bantle, Sylvia Birmele, Sarah Franzkowiak, Sandra Walter-Mattes, Peggy Meyer, Anke Schmid, Michaela Heber und Heike Dreher setzten mit Hawaii-Kette und Blumen im Haar und allen Kindern gemeinsam einen farbenfrohen und schönen Schlusspunkt.

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