Künftig gibt es nur noch vier Verkehrsübungsplätze im Kreis Sigmaringen

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Die Verkehrsübungsplätze im Kreis sind nicht mehr auf dem neuesten Stand.
Die Verkehrsübungsplätze im Kreis sind nicht mehr auf dem neuesten Stand. (Foto: Archiv)

Statt 15 Verkehrsübungsplätze soll es ab dem Schuljahr 2019/20 nur noch vier geben. Das ist die Konsequenz einer neuen Verwaltungsvorschrift von September 2017. Von den bestehenden Verkehrsübungsplätzen im Kreis entspricht laut Polizeihauptkommissar Klaus Kubenz keiner den neuen Anforderungen. In Sigmaringen, Bad Saulgau, Meßkirch und Ostrach werden künftig neue Plätze ausgewiesen. An welcher Stelle sei noch unklar, die Gemeinderäte müssen noch zu gegebener Zeit darüber entscheiden.

Die neuen Plätze müssen eine bestimmte Größe von 57 auf 57 Meter umfassen, Räder und Verkehrszeichen müssen vor Ort gelagert werden und dürfen nicht mehr von der Polizei im LKW mitgebracht werden. Zudem gibt es bestimmte Vorschriften, wie die Plätze aussehen müssten – etwa mit Radwegen, Schutzstreifen und einem verkehrsberuhigten Bereich. Weil es weniger Verkehrsübungsplätze gebe, müssten die Schulen nun gegebenenfalls Anfahrtswege in Kauf nehmen.

1100 Schüler der vierten Klassen durchlaufen pro Jahr ihre Radfahrprüfung. Diese wird künftig nur noch vier statt fünf Einheiten umfassen und nicht mehr mit einer Prüfung und dem „Fahrradführerschein“ abschließen, sondern mit einer sogenannten Lernzielkontrolle. „Aus unserer Sicht stellt das keine gravierenden Einbußen im Hinblick auf die Qualität der Ausbildung dar“, sagt Polizeihauptkommissar Kubenz.

Bis vor einem Jahr haben zwei mobile Kreisjugendverkehrsschulen, angesiedelt bei der Polizei, mit je zwei Mann die Vorbereitung auf die Radfahrprüfung durchgeführt, künftig ist es nur noch eine mit drei Mann. Weil es auch weniger Verkehrsübungsplätze geben wird, sei dies kein Problem. „Wir hatten erst Bedenken, aber in der Praxis hat es sich als machbar herausgestellt“, sagt Kubenz.

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