Junge Akrobaten zeigen ihr Geschick

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 Die Kinder überzeugen in luftiger Höhe mit Akrobatik auf dem Trapez.
Die Kinder überzeugen in luftiger Höhe mit Akrobatik auf dem Trapez. (Foto: Fotos: DANIEL BUGERT)
Schwäbische Zeitung

Eine ganze Woche lang durften sich circa 40 Kinder und Jugendliche des Sigmaringer Kinderheims und zehn weitere aus einer Partnereinrichtung in Stuttgart-Fellbach auf ihren Gala-Auftritt vorbereiten. Ein Dozententeam der Zirkusakademie Friedrichshafen trainierte die jungen Akrobaten wie schon im Jahr 2015 in den Disziplinen Jonglage, Diabolo und Poi sowie in Akrobatiktechniken am Seil, mit dem Tuch und am Trapez.

Welch tolle Ergebnisse dabei in so kurzer Zeit erzielt worden sind, war selbst für die Akademieleiterin Andrea Sprenger beachtlich: „Die Atmosphäre in den Workshops war erstaunlich friedlich und konzentriert, was sich natürlich im Können widerspiegelt,“ sagte die Chefin der zweiten Haus-Nazareth-Zirkustage. Das eigens aufgebaute Zirkuszelt diente als Trainingshalle und als Schutzraum. 400 geladene Gäste aus Politik und Kirche, Jugendhilfe und Caritas sowie Eltern und Freunde versammelten sich darin am Wochenende bei der Gala als abschließendem Höhepunkt der Trainingswoche. „Was hier wieder logistisch auf die Beine gestellt wurde, ist schon sagenhaft,“ lobte (Zirkus-)Direktor Peter Baumeister die Mitarbeiter in seinen Begrüßungsworten.

Der gesondert für die Kleinen des Kinderhaus Maria Theresia durchgeführte Workshop unter dem Motto „Hier kommt die Affenbande“ sorgte mit 40 strahlend lächelnden Purzel-äffchen für eine gelungene und bejubelte Eröffnung der Gala.

Die Zeit vergeht wie im Flug

Das bekannte Affenlied leitete in die beeindruckenden Vorführungen der jungen Akrobaten über, die mit ihren artistischen Werkzeugen Erstaunliches leisteten. Seiltanz, Jonglage und Trapezkunststücke wurden wie im echten Zirkus ohne lange Umbaupause aneinandergereiht, sodass die Zeit wie im Flug verflog. Wissend um die Nervosität manch eines kleinen Künstlers feuerte das verständige Publikum dabei alle zu tollen Leistungen an und honorierte selbst kleine Patzer mit ermutigendem Applaus. Auch Bürgermeister Marcus Ehm lobte das Haus Nazareth für die pädagogische Ausnahmeveranstaltung und gratulierte zum 160-jährigen Bestehen der traditionsreichen Jugendhilfeeinrichtung. Nach der Zirkusvorstellung klang der Abend im schönen Imbissbudenambiente mit Popcorn, Pizza und Bratwurst rund ums Zirkuszelt aus.

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