Jugendliche verzichten zehn Tage auf das Smartphone

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 Viel Spaß haben die Jugendlichen im Zeltlager.
Viel Spaß haben die Jugendlichen im Zeltlager. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Das Zeltlager der Seelsorgeeinheit Laiz-Leibertingen hat in Neuhausen auf den Fildern bei Stuttgart stattgefunden. Die ganze Zelte und das gesamte Lager wurden bereits im Vorhinein von einem fünfköpfigen Vortrupp aufgebaut. Das Betreuerteam um Lagerleiter Timo Straub bestand aus zehn Gruppenleitern, vier Köchinnen und zwei für das Material zuständige Personen. Bereits ein Jahr vorher werden die zehn Tage für die 40 Kinder, im Alter von zehn bis 14 Jahren, in mehreren Treffen geplant.

Nach der Anreise durften alle zuerst ihre Koffer und das Gepäck zum Zeltplatz schleppen, da der Bus nicht direkt hinkam. Der restliche Tag bestand für die Kinder zuerst einmal mit dem Beziehen ihrer Zelte und dem Fertigstellen des Lagers. So wird der Lagerbanner aufgestellt und bemalt, eine Müllstation, eine Infotafel gebaut und einzelne Zeltbanner gemalt. Der Abend wurde dann direkt mit Singen am Lagerfeuer verbracht und alle waren in der Natur und in Zeltlagerstimmung.

Das Programm umfasste verschiedene Dinge, welche von einer Zweitageswanderung mit Übernachtung unter freiem Himmel bis zu einer Stadtralley in nahe gelegenem Esslingen reichte. So wurden in vielen Spielen, Postenläufen oder anderen Aufgaben die Teamfähigkeit und Können unter Beweis gestellt.

Selbstgebastelte Instrumente

An einem Naturerlebnistag durften die Kinder sich selbst Instrumente aus allem basteln was sie so fanden, zum Beispiel aus Kronkorken, Tontöpfen, Papprohren, Ästen und Backpapier. Ein Konzert mit den Instrumenten am Abend rundete den Tag ab. Auch ein Besuch im Freibad stand an, welcher jedoch auf Grund von schlechtem Wetter in ein benachbartes Hallenbad verlegt werden musste.

Am Sonntag stand traditionell der Lagergottedienst an, mit welchem man vor dem selbst errichteten Kreuz unter freiem Himmel zusammen Gottesdienst feierte. Als sich das Lager zu Ende neigte fand am letzten Abend der „bunte Abend“ statt, an welchem die Kinder selbst vorbereitete Programmpunkte oder Shows zeigen, die zur Erheiterung des gesamten Lagers führten.

Am Ende des Lagers wurde noch einmal gefrühstückt und sich in großer Runde voneinander verabschiedet. Die Reaktionen könnten hier nicht unterschiedlicher sein. Viele Kinder waren froh wieder nach Hause zu können, andere jedoch wären gerne noch geblieben. Doch fast alle waren der gleichen Meinung, dass sie sich für das Lager im nächsten Jahr anmelden möchten.

Das daraus gezogene Fazit von Kindern, Eltern und Betreuern lautet gleich: Es ist möglich und bietet für alle eine enorme Erfahrung, einmal im Jahr für zehn Tage auf das zur Gewohnheit gewordene Handy zu verzichten und stattdessen ohne Ablenkung die Natur zu genießen und mit anderen Kindern über sich hinauszuwachsen.

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