Jugendliche qualifizieren sich als Mentoren für interkulturelle Bildung

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 Gemeinsam entwerfen und gestalten die Jugendlichen ein Bühnenbild.
Gemeinsam entwerfen und gestalten die Jugendlichen ein Bühnenbild. (Foto: RP Tübingen)
Schwäbische Zeitung

Jugendliche in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) Sigmaringen haben die Herbstferien genutzt, um sich als Jugendmentoren für interkulturelle Bildung zu qualifizieren. Unter Anleitung einer Mitarbeiterin der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Baden-Württemberg entdeckten die jungen Leute in künstlerischen Workshops, wie sie selbst kulturell aktiv werden und wie sie ein Kulturprojekt umsetzen können.

Obwohl die Teilnehmer aus unterschiedlichen Herkunftsländern stammen, fanden sie beim ersten Kennenlernen viele Gemeinsamkeiten in ihren Betrachtungen über Vorlieben und Abneigungen, die sie zeichnerisch zum Ausdruck brachten.

Die Künstlerin Susanne Hackenbracht, Alias „Zazo“, unterstützte fachkundig bei den verschiedenen Gestaltungsformen. Während des Seminars wurden ein Zeichen-Workshop mit Susanne Hackenbracht und ein Tanzworkshop mit dem Tänzer und Choreograph Alex Mok, der als Dozent an der Kunstschule Pfullendorf tätig ist, kombiniert.

Gemeinsam entwarfen und gestalteten die Jugendlichen ein Bühnenbild, studierten eine Choreographie ein und führten diese vor Publikum auf.

Maren Scharpf von der LKJ führte die Jugendlichen in den Bereich Projektmanagement ein und ermutigte sie, ihre Vorstellungen einzubringen und konkret umzusetzen. Begeistert zog Yesim als Teilnehmerin ihr Fazit nach Abschluss der Qualifikation: „Ich hatte viel Spaß und habe viel gelernt, das ich auch anderen vermitteln kann.“

Einig waren sich die Teilnehmer, dass sie weitere Jugendliche in der LEA motivieren wollen, sich ihnen anzuschließen. Gemeinsam sammelten sie Ideen, die sie nach und nach umsetzen wollen. Nun planen sie einen Filmabend sowie Angebote zum Zeichnen und Tanzen im Kreativraum der LEA.

Das mehrtägige Seminar wurde von der LKJ in Kooperation mit der Kunstschule Pfullendorf veranstaltet.

Die Alltagsbetreuung in der LEA sowie das Ehrenamt des DRK und die LEA-Verwaltung unterstützten bei der Organisation und Durchführung. Das Programm „Die KreAktiven – Jugendmentoren interkulturelle Bildung“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

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