Josef Henselmann hielt dem Dorf immer die Treue

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Laizer Kinder baden im Sommer 1930 bei der Säge.
Laizer Kinder baden im Sommer 1930 bei der Säge.
Schwäbische Zeitung

Im vierten Teil unserer Serie zum Laizer Heimatbuch befassen wir uns mit Menschen, Bräuchen und Vereinen im Ort. Heute Abend wird ab 20 Uhr das Heimatbuch in der Turn- und Festhalle der Öffentlichkeit vorgestellt.

Von unserem Redakteur  Christoph Wartenberg

Die Gemeinde Laiz hat drei Menschen die Ehrenbürgerschaft verliehen. Josef Eisele, Geistlicher Rat Karl Josef Haas und Josef Henselmann haben sich um die Gemeinde verdient gemacht und den Namen Laiz auch in der Welt bekannt gemacht. Josef Eisele hat aus der väterlichen Pumpenfabrik ein florierendes Unternehmen gemacht. Karl Josef Haas war seit 1948 Pfarrer in Laiz und hat sich im kulturellen Leben der Gemeinde sowie durch diverse Bauten um Laiz verdient gemacht. Josef Henselmann schließlich errang als Künstler nicht nur zahlreiche Preise, sondern hielt seiner Heimat auch immer die Treue.

Das Heimatbuch erwähnt auch andere bekannte Persönlichkeiten, darunter Johann Phillip Schwab, der im 18. Jahrhundert Bürgermeister war, die Künstler Xaver Henselmann und Professor Gerhard Berger oder auch den Mediziner Professor Dr. Lothar Henselmann und nicht zuletzt auch den Grünen-Politiker Winfried Kretschmann.

Ausführlich und mit vielen auch historischen Bildern wird das heimische Brauchtum gewürdigt. Breiten Raum nimmt die Narretei der Balkenstrecker ein. An der Fasnet 1959 hatte die Gruppe ihren ersten öffentlichen Auftritt und seither versuchen die Laizer wieder, die zur kurz geratenen Brückenbalken etwas zu verlängern. Auch jüngere Formationen wie der Laizer Landsknechtshaufen, der es inzwischen zu regionaler Bekanntheit gebracht hat, finden sich hier wieder.

Ledige als Kulturfaktor

Viel zum Brauchtum in der Gemeinde hat auch die 1953 aufgelöste Ledigengesellschaft beigetragen. Laientheater, Hammellauf oder Eierlesen, die Ledigen waren vielbeschäftigt.

Für viele alte Laizer wird der Bildteil „Laiz gestern und heute“ von besonderem Interesse sein. Hier sieht man nicht nur die Entwicklung der Gemeinde, sondern auch, wie alte Gebäude die Zeit überdauern können und Schmuckstücke des Dorfes bleiben. In einer Übersichtskarte sind Häuser eingezeichnet, die einen Namen hatten, so zum Beispiel das Haus „Mädele Sepp“, der „Gatterbauer“ oder der „Gabla Macher“.

Ein Teil mit Erinnerungen – so zum Beispiel an das Baden in der Donau an der Säge- , ein bebilderter Rundgang durch Laiz und ein Überblick über das Vereinswesen im Dorf runden die umfassende Darstellung des Ortes ab.

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