Jahreskonzert der Musikkapelle Oberschmeien bietet einige Neuheiten

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 Jürgen Ott dirigiert zum ersten Mal das Jahreskonzert der Musikkapelle Oberschmeien
Jürgen Ott dirigiert zum ersten Mal das Jahreskonzert der Musikkapelle Oberschmeien (Foto: Renate Deregowski)
Renate Deregowski

Es ist ein Abend der Premieren und der Auszeichnungen gewesen: die Musikkapelle Oberschmeien (MKO) hatte zu ihrem Jahreskonzert eingeladen. Die offensichtlichste Änderung gegenüber dem Vorjahr zeigte sich gleich zu Beginn des Abends: Zum Einzugsmarsch aus dem „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß nahm Jürgen Ott den Dirigentenstab in die Hand. Er leitete zum ersten Mal das Jahreskonzert der MKO und hatte für die zahlreichen Zuhörer in der Schmeientalhalle eine bunte Mischung unter dem Motto „Austria meets Egerland“ zusammengestellt.

Bewährte Konstante an diesem Abend waren Verena Scham und Carolin Spec. Die beiden Musikerinnen führten durch das Programm. Neu in den Reihen der Musiker Platz genommen hatte Walter Ruh. Den ersten Teil hatte Ott der Musik und den Komponisten Österreichs gewidmet. Sieben Werke aus einer Zeitspanne von mehr als einem Jahrhundert zeigten deren Vielfalt. Dazu gehörte neben dem Einzugsmarsch auch der Titel „Schmelzende Riesen“. Komponist Armin Kofler griff darin ein aktuelles Thema auf: das Schwinden der Gletscher. Gekonnt setzten die Oberschmeier Musiker das Stück um und versetzten ihre Hörer in die österreichische Alpenwelt. Nach dem verträumten „My Dream“ von Peter Leitner mit Sarah Hanner als Solistin am Flügelhorn bewies die Kapelle, dass sie auch Schlager kann. Die von Freek Mestini arrangierten „Udo Jürgens Highlights“ brachten Schwung in die Halle.

Ehrungen für langjähriges Engagement

Bevor mit dem Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg der erste Teil ausklang, war es Zeit für Ehrungen. Manfred Birkler, Ehrenvorsitzender des Blasmusikverbands Sigmaringen, steckte Niklas Westhauser und Jens Hanner für jeweils zehn Jahre aktive Tätigkeit im Verein Ehrennadeln ans Revers. „Hier ist noch viel Platz“, scherzte Birkler, während er an Hanners Revers klopfte und hoffte, dass sich dieses mit weiteren Auszeichnungen für zeitliche Ehrungen für Verdienste fülle. Ebenfalls für zehn Jahre wurde Alexander Mania mit der Förderermedaille in Bronze sowie Urkunde bedacht. Mania ist seit 1995 bei der Kapelle aktiv, davon acht Jahre als Schriftführer, zehn als Vorsitzender. Diese Leidenschaft für den Verein hob Birkler in seiner Ansprache hervor und verriet: „Er ist nicht nur ein guter Vorsitzender, sondern auch ein guter Organisator von Veranstaltungen.“

Den zweiten Teil des Konzerts hatte Jürgen Ott dem „König der Blasmusik“ gewidmet: Ernst Mosch. Dieser hat die Egerländer Musik zwar nicht erfunden, sie jedoch perfektioniert und bekannt gemacht. Ihre Bandbreite und historische Entwicklung stellten die Oberschmeier Musiker nun vor. Unterstützung erhielten sie dabei von Michaela Ott und Ralf Hanner als Gesangsduo. Unter den Perlen der Egerländer Musik fand sich dann auch der Titel des Abends, den die Zuhörer am Schluss per Abstimmung noch einmal hören wollten: die von Joachim Bock arrangierte „Löffelpolka“. Sicher lag das auch am Talent von Jannik Blender. Der junge Schlagzeuger verstand sein Metier nicht nur mit den Drumsticks, sondern begeisterte gleichfalls mit seiner Löffel-Darbietung.

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