In Sigmaringen entsteht ein bis zu 80 Hektar großes interkommunales Gewerbegebiet.

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Bürgermeister unterschreiben Vertrag
Bürgermeister unterschreiben Vertrag (Foto: chw)
Redakteur Sigmaringen

Neun Gemeinden haben am Montag die Satzung für das interkommunale Gewerbegebiet auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Stauffenbeg-Kaserne in Sigmaringen unterschrieben. Damit ist jetzt der Startschuss für ein Großprojekt mit bis zu 82 Hektar Fläche gegeben, auf dem die Gemeinden das ehemalige Bundeswehrgelände vermarkten wollen. Zusammen mit dem noch hinzukommenden Innnovations-Campus sieht man sich so für die Zukunft besser gerüstet.

Der Sigmaringer Bürgermeister Thomas Schärer bezeichnete das Projekt als Meilenstein der Konversion und einmalige Chance. „Wir stehen hier vor großen Herausforderungen, es wird Anlass zu großer Freude, aber auch Momente des Zweifels geben“, sagte Schärer.

Landrätin Stefanie Bürkle betonte, man habe die Satzung gemeinsam ausgearbeitet. Wichtig sei das Vertrauen gewesen, dass man einander entgegengebracht habe. Das zeige sich auch darin, dass alle neun Gemeinderäte sich einstimmig für das Projekt ausgesprochen hätten. Man habe sich bei der Entwicklung nicht zurückgehalten und sich in „vergleichsweise kurzer Zeit“ verständigt. „Das interkommunale Gewerbegebiet ist ein tolles Angebot für die ganze Raumschaft“, sagte Bürkle. Erst kürzlich habe man ein interessiertes Unternehmen zurückweisen müssen, weil man noch keine Fläche von bis zu 50 Hektar habe anbieten können. „Gemeinsam sind wir stark“, sagte die Landrätin.

In alphabethischer Reihenfolge wurde dann unterschrieben, wobei für jeden Bürgermeister zehn Unterschriften zu leisten waren, neun für die Kollegen und eine für das Landratsamt. Wenn künftig Anfragen von Unternehmen kommen, gibt es die Zweckverbandsversammlung, der die neun Bürgermeister angehören und die dann entscheiden muss. Ein wichtiges Kriterium sind die innovativen Aspekte, die ein Unternehmen einbringt, ein anderes die Zahl der Arbeitsplätze, die geschaffen werden.

Als erster griff Raphael Osmakowski-Miller für Beuron zum Stift. Seine kleine Gemeinde habe sich beteiligt, weil sie selbst aus Gründen des Naturschutzes keine Gewerbeflächen ausweisen könne. Ähnlich äußerte sich Inzigkofens Bürgermeister Bernd Gombold, der ebenfalls keine Gewerbeflächen mehr ausweisen kann. Schwenningens Bürgermeisterin Roswitha Beck wollte den Betritt ihrer Gemeinde als Bekenntnis zum Kreis Sigmaringen verstanden wissen und für Sigmaringendorfs Bürgermeister Alois Henne war es ohnehin kein Thema, dass seine Gemeinde mitmacht.

Die älteste Industriegemeinde der Region ist zugleich die flächenmäßig kleinste.

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