Im Kreis Sigmaringen gibt es die meisten Komasäufer

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Digitalredakteurin
Deutsche Presse-Agentur

In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr etwas weniger Jugendliche betrunken ins Krankenhaus gekommen als 2016 - aber wieder mehr als 2015. Damit ist ein Abwärtstrend zumindest abgebremst.  

In der Region hat der Kreis Sigmaringen mit 58,8 Fällen pro 10.000 Jugendlichen die meisten jungen Komasäufer zu beklagen, gefolgt von Biberach mit 49,3 und dem Bodenseekreis mit 47 Fällen. Die wenigsten Kinder und Jugendlichen mit Alkoholvergiftungen in der Region gab es im vergangenen Jahr im Alb-Donau-Kreis: Dort waren es nach Angaben des Statistischen Landesamts 28,8 Fälle pro 10.000 Einwohner bis 19 Jahre.

Die wenigsten Fälle landesweit verzeichnete Mannheim (17,6 Fälle pro 10.000 Jugendliche). Traurige Spitze in Baden-Württemberg ist der Landkreis Freudenstadt mit 71,2 Fällen pro 10.000 Jugendliche. Der Durchschnitt liegt bei 34,2 Fällen. 

Bei den absoluten Zahlen im Verbreitungsgebiet der Schwäbischen Zeitung gibt es im Ostalbkreis die meisten betrunkenen jugendlichen Patienten: 105 Kinder und Jugendliche mussten betrunken ins Krankenhaus. Im Landkreis Ravensburg waren es 102.   

Zahlen sind rückläufig

Landesweit sind im Jahr 2017 insgesamt 2733 Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren alkoholbedingt stationär im Krankenhaus aufgenommen worden. Das waren 77 weniger als im Jahr davor. Knapp 58 Prozent der jungen Patienten waren Jungen.

Bis 2009 waren die Zahlen deutlich angestiegen - damals erreichten sie mit 4522 Kindern und Jugendlichen einen Höchststand. Seither sind die Zahlen insgesamt wieder gesunken.

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