Im Crema Gelato akzeptieren die Kunden die Selbstbedienung

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Immer ein Lächeln auf den Lippen: Chefin Liliana De Stefani ist im Crema Gelato für den Verkauf zuständig.
Immer ein Lächeln auf den Lippen: Chefin Liliana De Stefani ist im Crema Gelato für den Verkauf zuständig. (Foto: Michael Hescheler)
Redaktionsleitung

Gleich vier Eisdielen gibt es in Sigmaringen. Da fragt sich der Gast unweigerlich, wo die Unterschiede liegen. In den kommenden Tagen stellen wir die Eisdielen anhand von einheitlichen Kriterien vor. Im Internet küren unsere Leser dann einen Sieger. Heute im Porträt: die Eisdiele Crema Gelato an der Laizer Straße.

Die Herstellung: Das Eis wird jeden Tag frisch zubereitet. Im rückwärtigen Bereich der Diele befindet sich die Eisküche. „Die Lieblingssorte unserer Kunden, das Nutellaeis, ist meist schon nachmittags aus“, sagt die Chefin Liliana De Stefani. Wenn abends etwas übrig bleibt, bekommen die Kunden am nächsten Tag nicht das Eis von gestern. Das übriggebliebene Eis dient als Basis für die neue Charge. Andrea De Stefani kümmert sich um die Herstellung, seine Frau Liliana um den Verkauf.

Die Auswahl: Von der Zahl der Sorten dürfte das Crema Gelato in Sigmaringen an der Spitze liegen. 38 Sorten warten auf die Kunden. Zwölf Sorten sind vegan: elf Mal Fruchteis und Bitterschokolade. Wer nach lactosefreiem Eis sucht, der muss sich jedoch auf das Fruchteis beschränken. Neben Vanille, Schokolade und Erdbeere hat die Eisdiele durchaus auch originelle Sorten zu bieten: Aktuell sind neben Nutella, Duplo und Snickers auch Sahnegries in Mode. Mit einem Preis pro Kugel Höhe von 1,20 Euro liegt das Crema Gelato an der Spitze. „Unsere Kunden akzeptieren den Preis wegen der Qualität und der Größe der Kugeln“, sagt De Stefani. Eine Tasse Cappuccino kostet 1,90 Euro, ein Erdbeerbecher 5,40 Euro und ein Spaghettieis 6,50 Euro.

Lage ist Segen und Fluch

Lage der Eisdiele: Die Lage direkt an der Straße ist Segen und Fluch zugleich. Während die einen wegen des Verkehrslärms stöhnen, genießen die anderen das Straßenkino. Was viele nicht wissen: Auf der Rückseite gibt es eine weitere Terrasse mit 20 Plätzen. Da herrscht absolute Ruhe. Insgesamt finden in der Eisdiele knapp 90 Gäste Platz. Damit ist sie flächenmäßig die größte, was die Inhaber vor einigen Jahren fast zum Aufgeben bewogen hätte. Da sie die viele Arbeit nicht mehr stemmen konnten und wollten, wollten sie verkaufen.

Der Service und die Öffnungszeiten: Zwischen Mitte Februar und Mitte Oktober ist die Eisdiele durchgehend zwischen 10 und 22 Uhr geöffnet. Die ungewöhnliche Idee mit der Selbstbedienung half den Inhabern aus ihrer Personalnot. Alle Gäste – egal ob sie ihr Ei mitnehmen oder im Café essen – müssen es an der Theke abholen und bezahlen. Der Grund für diesen Schritt: Die Betreiber fanden kein geeignetes Personal. „Entweder die Mitarbeiter sprachen kein Deutsch oder sie wollten bei schönem Wetter oder am Wochenende nicht arbeiten.“ Nun gelingt es den Inhabern, die Diele zu fünft umzutreiben. „Der Druck ist nicht mehr so groß“, sagt De Stefani. Der Nachteil: Große Eisbecher werden in Wegwerfplastik ausgegeben. „Wir suchen gerade nach kompostierbaren Bechern, aber die sind im Preis zu teuer“, sagt die Inhaberin.

Info: Andrea und Liliana De Stefani übernahmen die Eisdiele 2006. Im Vergleich zum heutigen Geschäft war die Diele deutlich kleiner. Die Eisdiele wuchs Jahr für Jahr. Andrea De Stefani hat sich zum Eismacher fortbilden lassen. Vor seinem Wechsel nach Sigmaringen betrieb er eine Diele in Tettnang. Nach 13 Jahren in Sigmaringen sagt die Chefin: „Wir gehören zu dieser Stadt.“

Nun sind Sie gefragt: Welche Sigmaringer Eisdiele überzeugt Sie am meisten? Wo schmeckt das Eis am Besten? Stimmen Sie ab:

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