Hinter verschlossenen Türen: Stadtrat beschließt ein Hotel am Schloss

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 So soll der geplante Hotelbau nahe der Donau aussehen.
So soll der geplante Hotelbau nahe der Donau aussehen. (Foto: Grafik: Neusch Architekten)
Schwäbische Zeitung

Die Stadt Sigmaringen soll ein Hotel bekommen. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung gefasst, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt hervorgeht.

Das Hotel soll unterhalb des Schlosses hinter der Donaubühne errichtet werden. Investoren sind die Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern und Bootshausbetreiber Soufyen Charni. Die Investoren äußern sich Donnerstagnachmittag in einem Gespräch gegenüber der Schwäbischen Zeitung zu ihren Plänen.

Laut der Pressemitteilung wurden dem Gemeinderat unterschiedliche Konzepte zur Realisierung eines Hotels vorgestellt. Nach Informationen unserer Zeitung bewarben sich zuletzt zwei Investoren bei der Stadt. Die Anfrage eines Investors auf Costa Rica hatte sich nicht konkretisiert.

Realisiert werden soll ein 3-Sterne-Superior-Hotel mit 70 bis 75 Zimmern, ergänzt durch einen Frühstücksraum mit Bar, Café sowie Tagungsräumen. Als Standort kommt hierfür ein Grundstück südlich der Straße In den Burgwiesen auf dem fürstlichen Gelände der Donaubühne infrage. Der Sigmaringer Architekt Neusch plant das Hotel.

„Seit vielen Jahren wünschen wir uns für die Stadt Sigmaringen ein Hotel. In den vergangenen Monaten haben wir viele intensive Gespräche geführt und sind nun mit der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern und Herrn Charni zu einem Ergebnis gekommen, das sehr gut zu Sigmaringen passt“, wird Bürgermeister Marcus Ehm in einer Mitteilung der Stadt zitiert.

Für das Konzept sprächen seiner Meinung nach insbesondere die Verlässlichkeit des Hauses Hohenzollern und die guten Erfahrungen, die die Stadt mit Charni als Pächter des Bootshauses mache.

„Auch entspricht der Entwurf der erforderlichen städtebaulichen Qualität“, so Ehm. Die einmalige Lage an der Donau mit Blick aufs Schloss sei für Touristen besonders attraktiv, findet der Bürgermeister. Das Hotel soll sich in direkter Nähe zur Innenstadt, zum Donauradweg, aber auch zur B 32 befinden. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, die zur Realisierung des Projekts erforderliche Änderung des Bebauungsplanes in die Wege zu leiten.

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