Heimbewohner finden Ausgleich am Donauufer

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Werner Knubben erläutert das Kunstwerk Elotaurus Nautilus des verstorbenen Künstlers Ernst Lorch.
Werner Knubben erläutert das Kunstwerk Elotaurus Nautilus des verstorbenen Künstlers Ernst Lorch. (Foto: RC Sigmaringen)
Schwäbische Zeitung

Der Sommerausflug für die Bewohner des Ostracher Wohn- und Pflegeheims Hofgut Müller ist im Zeichen der seit fast 25 Jahren bestehenden Freundschaft zwischen dem Heim und der Sigmaringer Rotarier.

Die 50-köpfige Gruppe traf sich am Sigmaringer Bootshaus. Ihr gehörten 17 schwer an Multipler Sklerose erkrankte Patienten, das Pflegeteam, die Fahrer der Transportfahrzeuge und die Familien der Rotarier an.

Der Spaziergang entlang der Donau führte zunächst zur Freilichtbühne. Die nächste Station war das Ufer des Gorheimer Teichs neben dem Bootshaus. Clubmitglied Werner Knubben erklärte das Kunstwerk Elotaurus Nautilus des jüngst verstorbenen Künstlers Ernst Lorch, das auf dem Teich verankert ist. Der mit Steinen und Zahlen beladene Kahn, an dessen Enden zwei Holzstangen Richtung Himmel emporragen, ist ein Bild der endgültigen Überfahrt. Der Übergang in den Tod, bei dem Zahlen keine Bedeutung mehr haben, hat im vergangenen Jahr auch mehrere Patienten aus dem Hofgut Müller getroffen. Heimleiterin Annegret Jäger gedachte ihrer und der verstorbenen Mutter einer Patientin namentlich.

Danach bestand die Möglichkeit zum individuellen Spaziergang entlang der Donau, bevor sich die Gruppe im Bootshaus zum geselligen Beisammensein einfand. Werner Knubben lud zum gemeinsamen Singen altbekannter Volkslieder ein. Er freute sich über die musikalische Begleitung am Akkordeon durch Bezirkskantor Bruno Hamm.

Den Dank von Präsident Lutz Ringwelski an alle Beteiligten des Ausflugs bekräftigte Heimleiterin Annegret Jäger und verteilte an alle Rotarier Lavendelsäckchen, die von den Patienten gebastelt worden waren.

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