„Gleiche Lebensbedingungen für ländliche und urbane Räume“

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 Aus Sicht von Klaus Burger sind ländliche Räume im Vergleich zu Städten finanziell benachteiligt.
Aus Sicht von Klaus Burger sind ländliche Räume im Vergleich zu Städten finanziell benachteiligt. (Foto: CDU)
Schwäbische Zeitung

Die grün-schwarze Landesregierung hat diese Woche den Haushaltsplan für 2020/21 beschlossen. Wie wirkt sich das Zahlenwerk auf den Kreis Sigmaringen aus? SZ-Redakteur Michael Hescheler hat beim Landtagsabgeordneten Klaus Burger (CDU) nachgefragt.

Auf der Heuneburg bei Herbertingen soll eine Kelten-Erlebniswelt entstehen. Im Haushalt sind 2,5 Millionen Euro hierfür bereitgestellt. War das unstrittig in den Beratungen?

Die 2,5 Millionen Euro schon. Doch mir ging es darum, die wissenschaftliche Zuarbeit des Amts für Denkmalpflege zu gewährleisten. Das Amt soll die Vorarbeiten für die Anmeldung der Heuneburg auf die nationale Vorschlagsliste für das Unesco-Welterbe erledigen. Die Grünen wollten die Schwerpunkte anders gewichten und zuerst das Konzept fertigschreiben und die Besucherzahlen nach oben schrauben.

Wie haben Sie sich geeinigt?

Wir haben Fraktionsmittel in Höhe von 200 000 Euro eingesetzt, um die Finanzierung der wissenschaftlichen Zuarbeit zu sichern.

Gibt es Neues zum Mint-Zentrum in Bad Saulgau?

Die Mittel sind bewilligt, doch der Spatenstich wird nicht vor 2021 erfolgen.

Das Sigmaringer Chemische Veterinär und Untersuchungsamt hatte zusätzliche Stellen gefordert, um die wachsende Zahl von Aufgaben erledigen zu können.

Für alle Ämter dieser Art im Land wurden zehn Stellen genehmigt. Also Sigmaringen bekommt zwei. Wenn es nach der Finanzministerin gegangen wäre, wären keine Stellen genehmigt worden.

Die Hochschulen hatten ebenfalls ein höheres Budget gefordert. Von mehr als 400 Millionen Euro war die Rede.

Zu den von der Finanzministerin bewilligten 80 Millionen Euro kommen nach unserem Vorstoß ab 2021 jährlich 56 Millionen Euro hinzu. Davon wird auch Sigmaringen etwas abbekommen.

Die Einführung einer Flächenkomponente im kommunalen Finanzausgleich stockt weiter. Sie sind dafür, um ländliche Regionen zu stärken. Wie wollen Sie den Koalitionspartner überzeugen?

Ländliche Kreise werden Probleme bekommen, ihre Infrastruktur aufrecht zu erhalten. Wenn ländliche Gebiete abgehängt werden , zieht es die Menschen in die Stadt – dann werden sich die Probleme dort vergrößern. Deshalb ist es uns wichtig, gleiche Lebensbedingungen für ländliche und urbane Räume zu schaffen.

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