Frank Jost wird Tourismusdirektor in Oberstdorf

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Mann mit Prospekt in der Hand
Erst seit 1. Februar ist Frank Jost Leiter des Fachbereichs Tourismus bei der Stadt Sigmaringen. Im Oktober verlässt er die Hohenzollernstadt schon wieder zugunsten einer neuen beruflichen Herausforderung in Oberstdorf. (Foto: Archiv: Michael Hescheler)
Schwäbische Zeitung
ks

Frank Jost, der Leiter des Fachbereichs Tourismus und Stadtmarketing in Sigmaringen, wird Tourismusdirektor in Oberstdorf. Er wird Sigmaringen daher zum 1. Oktober verlassen. Nur acht Monate nachdem er seine Stelle in der Hohenzollernstadt angetreten hat. Das teilt die Stadtverwaltung in einem Schreiben an die Presse mit.

„Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit und den offenen Empfang in Sigmaringen. In diesem Jahr konnte ich mit meinem Team und den externen Akteuren viele spannende Projekte anstoßen und umsetzen. Nun freue ich mich auf die Chance und neue Herausforderung als Leiter des Eigenbetriebs Tourismus Oberstdorf und Geschäftsführer der Oberstdorf Tourismus GmbH. Ich kenne Oberstdorf seit meinem Studium vor 20 Jahren in Kempten und freue mich, den Tourismus dort weiterzuentwickeln“, sagt Jost. Oberstdorf zähle mit über 2,6 Millionen Übernachtungen und mehr als 450 000 Gästen jährlich zu den führenden Urlaubsregionen der Alpen. „Ich freue mich, als Tourismusdirektor diese vielfältige Destination mitgestalten zu können.“ In seinem Studium habe er Oberstdorf kennengelernt als er Gästebefragungen für Destinationen und Tourismusunternehmen im Allgäu, unter anderem für die Bergbahnen Oberstdorf – Kleinwalsertal, durchgeführt habe. Jost ist spezialisiert auf die Bereiche Destinationsmanagement und Binnenmarketing.

Sigmaringens Bürgermeister Marcus Ehm bedauert, dass Jost aus der Hohenzollernstadt weggeht. In der Pressemitteilung heißt es: „Es ist sehr schade, dass Frank Jost uns nach so kurzer Zeit wieder verlässt. Wir können seine Entscheidung für seine berufliche Weiterentwicklung aber nachvollziehen. Für seine neue Tätigkeit wünschen wir ihm ein glückliches Händchen und alles Gute für seine berufliche und persönliche Zukunft“.

Angenehme Begegnungen

Jost ist erst seit 1. Februar 2019 bei der Stadt Sigmaringen als Leiter des Fachbereichs Tourismus und Stadtmarketing tätig. Der Diplom-Betriebswirt (FH) leitete zuvor das Amt für Tourismus, Kultur und Marketing der Gemeinde Langenargen. Neben der Weiterentwicklung des Sigmaringer Tourismuskonzepts war Jost maßgeblich an der Neukonzeption des Weihnachtsmarktes, an der Koordination der Kulturkonzeption sowie der erstmaligen Planung des Mittelaltermarktes beteiligt, der vom 13. bis 15. September im Prinzengarten stattfindet. Außerdem hat er die Kooperation mit dem Hohenzollernschloss intensiviert sowie die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Tourismusverbänden inklusive der Deutschen Zentrale für Tourismus. Er sei stolz auf die vielen Einzelprojekte, die er zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen der Tourist-Info, dem Rathaus-Team, den Stadtwerken und externen Partnern habe anpacken können, betont Jost. Was ihn aber besonders gefreut habe, seien die angenehmen Kontakte und Begegnungen mit den Sigmaringern gewesen, um gemeinsam diese Projekte umsetzen zu können.

Außerdem war Jost federführend für den Umbau der ehemaligen Hofapotheke als neue Tourist-Information verantwortlich. Der Umzug soll in der dritten Septemberwoche noch während Josts Amtszeit erfolgen.

Laufende Projekte wie etwa den Weihnachtsmarkt werde er bis Ende September abschließen beziehungsweise an sein Team übergeben, sagt er.

Jostst Stelle soll laut Anja Heinz. Pressesprecherin der Stadt, zeitnah ausgeschrieben werden. „Wann sie wieder besetzt sein wird, hängt insbesondere damit zusammen, wann der Nachfolger beginnen kann. Wünschenswert wäre eine möglichst zeitnahe Besetzung.“, sagt sie.

Positive Aufbruchstimmung

Bezüglich der künftigen Entwicklung des Tourismus in der Hohenzollernstadt betont Jost: „Sigmaringen hat viele engagierte Menschen, die den Tourismus weiter voranbringen werden. Es herrscht eine positive Aufbruchsstimmung.“ Diesen Schwung gelte es mitzunehmen und die anstehenden Projekte umzusetzen und touristisch zu nutzen. Angefangen beim neuen Mountainbike-Flowpark ab Oktober über das neue Freibad ab 2020 bis hin zum projektierten Hotel am Schloss und weiteren Einzelprojekten. „Hiervon wird der Tourismus profitieren – aber auch die Einheimischen werden diese Einrichtungen gerne nutzen“, ist sich Jost gewiss.

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