Filmarbeiten: Donautal wird zu Klein-Hollywood

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Mit großer Ausrüstung kommt das Filmteam nach Gutenstein.
Mit großer Ausrüstung kommt das Filmteam nach Gutenstein. (Foto: Ute Korn-Amann)
Ute Korn-Amann

„Achtung! Wir drehen! Ruhe bitte!“ – Diesen Satz hörte man am Donauufer bei Gutenstein am Mittwoch öfter, denn die Bavaria Film verfilmt im Auftrag des Südwestrundfunks das Grimmsche Märchen „Die Sterntaler“ für das Erste. Die Verfilmung läuft im Rahmen der erfolgreichen ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“. Der Film wird im Weihnachtsprogramm 2011 im Ersten ausgestrahlt.

Die erste Klappe für die Dreharbeiten des Märchens „Die Sterntaler“ fand bereits am 24. Januar statt. Gedreht wird auf der Reichsburg Cochem in Rheinland-Pfalz sowie an Schauplätzen in Baden-Württemberg wie zum Beispiel im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck und eben auch an der Donau bei Gutenstein. Schon frühmorgens sind sechs Einsatzkräfte verschiedener Ortsgruppen des DLRGs vor Ort, um das Filmteam bei den Aufnahmen im und am Wasser zu unterstützen. Der Malteser Hilfsdienst ist zudem mit zwei Mann und einem Rettungswagen anwesend.

Der Autotross des Filmteams ist nicht zu übersehen. Der Feldweg kurz vor Gutenstein, der hinab zur Grillstelle an der Donau führt, ist voll geparkt mit Autos und Wohnmobilen, die als Garderobe für die Schauspieler fungieren. „Fährmann“ steht schlicht auf einer Wohnmobiltür, doch die Figur „Fährmann“ war an anderer Stelle zu finden, nämlich rudernd im Holzboot auf der Donau. Mit an Bord das Sterntalerkind „Mina“ und der sprechende Hund „Herr Felix“. In sicherem Abstand sitzen die Einsatzkräfte des DLRGs in ihrem Boot Rescue S390. Die Filmcrew fröstelt bei Minusgraden ebenso wie die Schauspieler samt Hund sowie die Einsatzkräfte. „Im Sommer kann es ja jeder“, sagt Anton Janik, Bootsführer der DLRG Ortsgruppe Ochsenhausen, der die Absicherungsmaßnahme am Drehort leitet.

Vom Ufer aus wird das Treiben auf der Donau gefilmt. Nach ein paar Wiederholungen ist die Szene im Kasten und die Filmcrew baut die Kameras und die Schienen, auf der die Kamerafahrt erfolgt, ab. Die ganze Ausrüstung wird den Hang hochgeschleppt, um an anderer Stelle die nächste Einstellung zu drehen. Der „Fährmann“, Schauspieler Eisi Gulp, nutzt wie auch die Einsatzkräfte des DLRGs die kleine Pause zwischen den Szenen, um sich in einem kleinen Zelt etwas aufzuwärmen und ein belegtes Brötchen zu essen.

Eine gelassene Stimmung herrscht am Filmset und Eisi Gulp scherzt grinsend angesichts der Kälte mit den Jungs vom DLRG: „Hättet ihr mal was Gescheites gelernt, was?“ und friert dabei ja selbst. Doch der „Fährmann“ muss auch schon wieder los. Die nächste Szene soll gedreht werden und es heißt wieder: „Achtung! Wir drehen! Ruhe bitte!“

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