Feuerwehr gewinnt Wettbewerb des bayerischen Abends

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Beim bayrischen Abend des Musikvereins Gutenstein versucht sich die Landjugend beim Sägen.
Beim bayrischen Abend des Musikvereins Gutenstein versucht sich die Landjugend beim Sägen. (Foto: Helmut Stroppel)

Zum bayrischen Abend des Musikvereins haben nach zögerlichem Beginn doch noch zahlreiche Besucher in fröhlicher Partylaune, ob in feschen Dirndl, schicken Lederhosen oder „ganz normal“ den Weg in das bayrisch geschmückte Bürgerhaus gefunden. Die AH-Musik Reiß-Aus aus Frohnstetten verstand es von Anfang an, mit volkstümlicher Musik, Märschen und Polkas und ihren Einlagen die Gäste mitzunehmen und zu begeistern und die Stimmung hochzuhalten. Günter Gregori, ein Urbayer, der seit knapp 20 Jahren im Badnerland lebt, moderierte humorvoll den Abend und kommentierte die unterhaltsamen und interessanten Spiele, für die Berthold Stroppel und Michael Rauch zuständig waren.

Sechs Teams nahmen an den Spielen teil: Feuerwehr, Fischer, Landjugend, Tennis, Breitensport und das Musik-Team aus Frohnstetten. Sägen, die Geschicklichkeit beim elektronischen Labyrinth beweisen, Melken und Nageln waren Aufgaben. Zwischen 582 und 1111 Gramm lagen die Vorgaben beim Absägen einer Scheibe von einem Holzstamm mit knapp 20 Zentimeter Durchmesser. Das Team Tennis hatte die Nase vorn bei einer Differenz von 317 Gramm von der Vorgabe. Geschicklichkeit war gefragt beim elektronischen Labyrinth, bei dem eine Drahtöse um einen mehrfach gebogenen Draht zu führen war, ohne diesen zu berühren. Die wenigsten Berührungen, nämlich 16, gab es beim Vertreter der Landjugend. Beim zweiminütigen Melken von Wasser, was sich als nicht ganz einfach erwies, wurden Ergebnisse zwischen 63 und 725 Gramm erzielt. Den besten Melker stellte die Feuerwehr.

So mancher Schlag ging daneben als es beim abschließenden Nageln galt, einen Nagel mit möglichst wenigen Schlägen in einen Holzstamm einzuschlagen. Mit nur sechs Schlägen war wiederum die Feuerwehr erfolgreich. Zwischen den Wettbewerben animierten die Frohnstetter Musikanten mit Stimmungsliedern wie „Die Fischerin vom Bodensee“, „Schwarzwaldmarie“ – Musikant Hubert Rebholz trat mit Bollenhut als Schwarzwaldmarie auf –, „Wir Musikanten“ mit Tubist Manfred Kraus oder „Komm in mein Hexenhaus“ zum Mitsingen und Mitklatschen und ließen die Stimmung steigen. Den gesamten Wettbewerb, bei dem immer die Gaudi im Vordergrund standen, gewann die Feuerwehr vor dem Team Tennis und den Musikanten aus Frohnstetten. Bei den Stimmungshits „Rosamunde“ und „Bajazzo“ stimmte der ganze Saal mit ein und bei der bayrischen Polka „Pudelnackerd ohne Hemd“ zogen die elf Musikanten ihr rot-weiß kariertes Hemd aus. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, als zum Schluss alle auf die Bühne des Bürgersaals und auf das Podium der Spiele strömten und mit den Musikanten sangen, schunkelten und klatschten. „Wir freuen uns, dass es wieder geklappt hat dieses Jahr in Gutenstein zu spielen“, äußerte sich Ralf Maier von der der Musik und Thomas Amann, Vorsitzender des Musikvereins, zog ein positives Fazit: „ Einfach eine tolle Musik, und die Gutensteiner, besonders die jüngere Generation, haben gut mitgezogen.“

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