Fasnet: Polizei überprüft fast 900 Jugendliche

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Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz sind 70 Fahrer aus dem Verkehr gezogen worden, die betrunken Auto gefah
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz sind 70 Fahrer aus dem Verkehr gezogen worden, die betrunken Auto gefahren sind. (Foto: Uli Deck/dpa)
Schwäbische Zeitung

Eine nicht in allen Bereichen positive Bilanz zieht das Polizeipräsidium Konstanz nach der diesjährigen Fasnet in den Landkreisen Sigmaringen, Konstanz, Ravensburg und im Bodenseekreis.

Wie schon im Vorfeld angekündigt, war die Polizei verstärkt in Uniform, aber auch in zivil unterwegs, um frühzeitig Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu erkennen und bei Bedarf entsprechend einzuschreiten, berichtet das Präsidium.

19 Mal Verdacht auf Alkoholvergiftung

Bei den zahlreichen Jugendschutzkontrollen wurden von den Einsatzkräften nahezu 900 Kinder und Jugendliche überprüft. Während der Konsum von Alkohol bei den unter 16-Jährigen mit 34 Feststellungen relativ gering ausfiel, schlugen die beim Konsum von branntweinhaltigen Getränken angetroffenen Jugendlichen unter 18 Jahren mit 90 Feststellungen zu Buche. 58 von ihnen waren stark alkoholisiert, 19 mussten mit Verdacht auf eine Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Meist im Zusammenhang mit jungen Menschen, die nicht zuletzt aufgrund Alkoholeinwirkung durch Streitigkeiten, Ruhestörungen oder tätlichen Auseinandersetzungen auffielen, erteilte die Polizei 85 Platzverweise.

70 Betrunkene am Steuer

Trotz der angekündigten Verkehrskontrollen musste die Polizei in der heißen Phase der Fasnet (22. Januar bis 13. Februar) 70 Fahrer aus dem Verkehr ziehen, die betrunken Auto gefahren sind. Insgesamt 34 Fahrer wurden unter Einfluss von Drogen angetroffen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums ereigneten sich im besagten Zeitraum 21 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinwirkung, bei denen neun Menschen verletzt wurden. Bei zwei Unfällen unter Drogeneinfluss wurde eine Person verletzt.

„Die umfangreichen Vorbereitungen sowie die durchgeführten Maßnahmen im Schulterschluss mit den anderen Sicherheitsbehörden, den Rettungsdiensten und Veranstaltern mit ihrem Ordnungspersonal haben sich bewährt und dazu beigetragen, dass die Fasnetstreibenden meist unbeschwert die zahlreichen und teilweise trotz kalter Witterung gut besuchten Freiluftveranstaltungen genießen konnten“, lautet dennoch das Fazit des Präsidiums.

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