Doris Kurz
Doris Kurz (Foto: Mareike Keiper)
Schwäbische Zeitung

In drei Etappen ist die Doris Kurz aus Sigmaringen den Pilgerweg über 2600 Kilometer bis nach Finisterre gegangen. Das hatte ganz persönliche Gründe, sagt sie. Was sie erlebt hat, erzählt Kurz in einem Vortrag am Mittwoch, 15. Januar, ab 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Sigmaringen. Im Gespräch mit Mareike Keiper erklärt sie, warum ihr der Vortrag ein Anliegen war.

Frau Kurz, warum sind Sie gepilgert?

Schon als Kind habe ich gesehen, dass Pilger durch mein Heimatdorf gelaufen sind. Und auch vor meiner Wanderung hatte ich schon einen Pilgerpass und mich schon zu dem Thema informiert. Also bin ich zuerst einmal als Test von Haustüre zu Haustüre gepilgert, von Sigmaringen nach Blumenstein zu meinem Elternhaus. Das war ein guter Test, der mir so gut gefiel, dass ich unbedingt weiter wollte. Als ganz plötzlich mein Mann verstarb, musste ich für mich weiter. Es war eine schwere Zeit.

Wie haben Sie das Pilgern erlebt?

Es war befreiend. Es gab nach dem Tod meines Mannes viel zu verarbeiten und es tauchten immer wieder neue Fragen auf. Dabei hat mir das Pilgern sehr geholfen. Ich fand einen Weg zu Gott. Dadurch fühlte ich mich nicht mehr alleine, sondern aufgehoben, sogar beschützt und manchmal sogar geführt. Es war ein Weg zu mir selbst und gleichzeitig eine Öffnung auf neue Sichtweisen.

Wie greifen Sie das im Vortrag auf?

Es ist eine Diashow mit meinen Fotos von der Pilgerwanderung, mit der ich den Menschen mein Erleben zu vermitteln versuche. Damit möchte ich ihnen schmackhaft machen, diesen Weg oder andere Pilgerwege in Angriff zu nehmen. Weil mir das Pilgern so gut getan hat, könnte es auch Anderen gut tun, oder?

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