Erster „Gambischer, interkultureller Abend“ ist ein Erfolg

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 Flüchtlinge und Einheimische tauschen sich im Aufenthaltsraum der GU Fürstenhof aus.
Flüchtlinge und Einheimische tauschen sich im Aufenthaltsraum der GU Fürstenhof aus. (Foto: PR)
Schwäbische Zeitung

Blubbern in den Töpfen, gambische Musik ertönt und es macht sich ein köstlicher Duft in der Küche der Gemeinschaftsunterkunft im Fürstenhof breit, als am vergangenen Donnerstag die ersten Gäste zum „Interkulturellen Abend“ eintreffen.

„Die Intention für diese Abende liegt darin, dass ich die einheimische Bevölkerung mit den Neuhinzugekommenen in Kontakt bringen und das gegenseitige Interesse und Verständnis erhöhen möchte.

Und was verbindet mehr als der Genuss eines frisch zubereiteten Mahles?“, sagte der Landkreis-Integrationsbeauftragte Bastian Rädle. Suleiman Drammeh und Modou Sambou, die Chefköche des Abends, erklärten wie die Zubereitung von Benachin, einem Hähnchengericht mit Gemüse und pikantem Reis, am besten gelingt.

Während die Speisen garen, gab Bastian Rädle einen Überblick über die Geschichte, die wirtschaftliche Situation und die politischen Entwicklungen in dem westafrikanischen Staat, abgerundet durch ein Interview mit Modou, der über seine Heimat erzählte.

„Mir ist es wichtig, neben dem hervorragenden Essen auch ein paar Informationen über Gambia weiterzugeben, um das Bewusstsein, warum die Menschen von dort flüchten, in den Köpfen der hiesigen Bevölkerung zu stärken. Ebenso ist es für mich von Bedeutung, die geflüchteten Menschen in Projekte mit einzubinden.

So haben wir gemeinsam den Abend geplant und umgesetzt“, sagte Rädle. Lamin Sanyang ist begeistert über die vielen Menschen, die sich für Gambia interessieren: „Ich freue mich sehr über die Veranstaltung in der Unterkunft. Ich habe gerne beim Kochen mitgeholfen und den Leuten ein paar Dinge über Gambia erzählt. Es war toll mit dabei zu sein.“

Anja Schäfer, Leiterin des zuständigen Fachbereichs im Landratsamt ergänzt: „Ich freue mich, dass dieser Abend rundum gelungen ist und so viele Gäste der Einladung gefolgt sind. Das Begegnungszimmer im Fürstenhof ist ja fast aus den Nähten geplatzt.“

Die interkulturellen Abende sollen nun regelmäßig stattfinden. „Es sind mehrere Leute auf mich zugekommen, die die Küche ihres Landes auch gerne an einem solchen Abend präsentieren würden. Mit über 130 verschiedenen Nationen bei uns im Landkreis verfügen wir hier über eine große Masse an potentiellen Gastgeberländern. Ich freue mich bereits jetzt auf die nächste Runde und danke allen Anwesenden, dass sie den Abend zu einem tollen Ereignis gemacht haben.“

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