Erster deutscher Red Knight Club feiert Jubiläum

Lesedauer: 4 Min
Zum zehnjährigen Bestehen ihres Clubs haben sich die Mitglieder des „Red Knights MC Germany1“ mit ihren Kutten schick gemacht un
Zum zehnjährigen Bestehen ihres Clubs haben sich die Mitglieder des „Red Knights MC Germany1“ mit ihren Kutten schick gemacht und wurden mit Geschenken bedacht. (Foto: Peggy Meyer)
Peggy Meyer

Jubiläum bei den Red Knights: Mit Ausfahrt, Grillen und Motorradhelm-Weitwurf hat der Sigmaringer Motorradclub „Red Knights MC Germany1“ am Wochenende nicht nur sein alljährliches Sommerfest, sondern auch sein 10-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu konnte er Chapter (Clubs) aus dem Inland, der Schweiz und Österreich sowie auch den „Blue Knights MC München“ begrüßen.

Ein eher ungewohntes Bild bot sich auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Meßkirch: Jede Menge schwere Maschinen, blitzender Chrom und schwarzes Leder, Zelte, Grill und Feuertonne. Gut 80 Leute, fast ausnahmslos in reichlich dekoriertes Leder gehüllt, saßen gemütlich bei Radler und Benzingesprächen. Denn die Männer und Frauen verbinden zwei Leidenschaften: Die Feuerwehr und das Motorradfahren. Daher der Name Red Knights, zu Deutsch Rote Ritter. Mittlerweile gibt es in Deutschland 18 dieser Chapter, die Mitgliederstärke liegt dabei zwischen 12 und 25, weltweit vereinen die „Red Knights“ über 10 000 Mitglieder. Der Dachverband befindet sich in den USA, in Boylston (Massachusetts). Dort wurde 1982 der erste Red Knights Motorradclub gegründet, 2008 schwappte diese Idee dann auch rüber nach Deutschland. Vorreiter waren damals übrigens die bereits existierenden Blue Knights, also die Blauen Ritter, motorradfahrende Polizeibeamte.

„Wir haben hier in Sigmaringen den ersten deutschen Club der Red Knights gegründet, europaweit waren wir der zweite, nur in Irland gab es bereits einen vor uns“, erzählt Jogi alias Ingo Döring, Präsident des Clubs, nicht ohne Stolz. Daher tragen die Sigmaringer Firefighter auch den Zusatz Germany1 – an der Nummer erkennen sich die Motorradfreunde untereinander und wissen genau, wer woher kommt. Von den damaligen Gründungsmitgliedern sind noch vier aktiv. „Aktuell haben wir 14 Member (Mitglieder), einer davon ist ein Junior Member“, so Döring weiter. Die Betitelungen sind vielfältig, Junior Member heißt noch nicht volljähriges Mitglied. Jeder, der aktiv oder passiv einer freiwilligen, Berufs- oder Werksfeuerwehr angehört, einen Motorradführerschein und Spaß am Fahren in der Gemeinschaft hat, ist bei den Red Knights willkommen. Ausfahrten, Kameradschaftspflege, Clubtreffen und natürlich der Austausch über Feuerwehr und Motorrad stehen im Focus.

Soziales Engagement ist dem Motorradclub auch wichtig: Unter anderem spendet er den Erlös des Sommerfestes, wie im Jahr zuvor, der Angelo-Stiftung. Am dritten Adventswochenende unterstützen die Firefighter die Eheleute Wynendaele beim Adventstreffen in Laiz. Sie helfen beim Auf- und Abbau des Festes und sorgen auch für die Bewirtung der Gäste. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt der Obdachlosenhilfe zugute.

„Die Motorradclubs haben immer wieder mit Vorurteilen und negativen Schlagzeilen zu kämpfen“, sagt T-Rex alias Axel Pätzke, der für die Homepage verantwortlich zeichnet. „Von diesen Rockergangs wollen wir uns aber klar distanzieren. Einfach nur Spaß mit dem Motorrad und unseren Freunden haben und ab und zu vielleicht noch was fürs Gemeinwohl tun, das ist unser Prinzip.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen