Erfinderin baut Halterung für Laufräder

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Damit man nicht den Kinderwagen schieben und das Laufrad tragen muss: Karin Hildenbrand hat eine Halterung für Laufräder entwick
Damit man nicht den Kinderwagen schieben und das Laufrad tragen muss: Karin Hildenbrand hat eine Halterung für Laufräder entwickelt. (Foto: Mandy Streich)
Mandy Streich

Ein Laufrad wird an einen Kinderwagen angebracht, ein platzsparender innovativer Treppenlift wird vorgestellt oder die Füllstände und Vorräte des Kühlschranks werden direkt auf dem Smartphone angezeigt: Beim diesjährigen Elevator Pitch Baden-Württemberg hatten zehn Jungunternehmer aus Baden-Württemberg die Möglichkeit der Jury ihre Geschäftsidee in drei Minuten zu vermitteln. Anlass war der diesjährige Gründer- und Jungunternehmertag, der am Mittwoch von der Industrie und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben in Zusammenarbeit mit dem Innocamp Sigmaringen und der School of Entrepreneurship von der Hochschule auf dem ehemaligen Kasernengelände veranstaltet wurde. Die jungen Selbstständigen wurden hierbei mit Rat und Hilfestellung unterstützt.

Der Elevator Pitch verfolgt das Ziel, die einfallsreichsten Geschäftsideen und den besten Jungunternehmer im Land zu finden. Die Startups stellten ihre Ideen, Dienstleistungen oder Produkte in drei Minuten vor einer Jury und dem Publikum vor. Anschließend mussten die Gründer einer Fragerunde der Jury standhalten, bevor diese die Präsentation und das Geschäftsmodell anhand von Qualität, Kundennutzen und Nachhaltigkeit der Projekte bewertete. Der Sieger dieses zwölften Vorentscheids in Sigmaringen tritt am 1. Juni in einem Landesfinale in Stuttgart gegen alle anderen Sieger der Vorrunden an.

Aus dem Kreis Sigmaringen waren insgesamt drei Startups vertreten, die mit unterschiedlichen Methoden ihre Ideen präsentierten. Die Gründer Daniel Klaus und Christian Salfeld stellten mit „iQ“ ihr sogenanntes Denkgetränk mit Inhaltsstoffen auf pflanzlicher Basis vor. Ebenfalls aus dem Kreis war das Ehepaar Berthold und Katharina Krauss, das durch mehrjährige Auslandsaufenthalte Kontakte zu jungen Designern in Südamerika knüpfen konnte und diese Produkte als Hilfe zur Selbsthilfe in einem Onlineshop vertreiben möchte.

Besondere Aufmerksamkeit zog die dritte Unternehmerin aus Sigmaringen auf sich, die mit ihrer Idee den zweiten Platz belegte. Sie präsentierte ihr Startup „Velo on board“ (VELOONBO) mit einer robusten Halterung für Kinderwagen, mit der Laufräder transportiert werden können. Gründerin Karin Hildenbrand, die selbst Mutter von zwei Kindern ist, stand vor einem Problem, das wohl einige Eltern nachvollziehen können: Wohin mit dem Laufrad, wenn die Lust während des Spaziergangs plötzlich nachlässt? Karin Hildenbrand hat da eine Halterung entworfen, die an unterschiedlichen Kinderwagenstangen angebracht werden kann. Mit Hilfe der Stiftung Ideenfabrik konnte das Produkt schließlich auch hergestellt werden. „Ich habe bisher alles selbst finanziert und suche deswegen einen Vertriebspartner“, sagt Hildenbrand. „Geplant ist eine Weiterentwicklung des Produkts, sodass nicht nur Laufräder transportiert werden können, sondern auch Taschen oder Hundekörbchen.“

Siegerin des Wettbewerbs und Gewinnerin der Eintrittskarte für das Landesfinale war die Immobilienfachwirtin und Gründerin Karin Schoppel aus Ravensburg mit ihrer Idee eines innovativen Treppenlifts, der wegen seines Antriebskonzepts besonders platzsparend sein soll.

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