Ekkehart Baumgartner zelebriert feierlichen Fronleichnamsgottesdient

Lesedauer: 3 Min
Pfarrer Ekkehard Baumgartner zelebriert den Fronleichnamsgottesdienst in Oberschmeien bei einem prächtigen Teppich aus Blüten,Fa
Pfarrer Ekkehard Baumgartner zelebriert den Fronleichnamsgottesdienst in Oberschmeien bei einem prächtigen Teppich aus Blüten,Farnen, Stroh und Tannenzweigen. (Foto: Renate Deregowski)
Renate Deregowski

„Der Himmel macht mit und schickt uns die Sonne, die die Farben des Blumenteppichs so schön leuchten lässt“, hat Pfarrer Ekkehard Baumgartner bei einem stimmungsvollen Fronleichnamsgottesdienst unter freiem Himmel gesagt. Zahlreiche Gläubige hatten sich an der Schmeientalhalle eingefunden, wo die Landjugend vor dem provisorischen Altar ein farbenprächtige Bild aus Blütenblättern, Stroh, Farnen und Tannenzweigen erstellt hatten.

Selbst nach vielen hundert Jahren, in denen das „Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi“ zur katholischen Tradition gehört, könnten immer noch viele Menschen nicht verstehen, „was wir hier tun“, sagte Baumgartner . „Ist es nicht etwas Intimtes, das wir nicht öffentlich haben wollen?“, fragte er die Gottesdienstbesucher. Der Leib des Herrn stehe nicht erst seit dem ersten Fronleichnamsfest in der Spannung von Öffentlichkeit und Intimität. Schon beim letzten Abendmahl wurde Christus brutal an die Öffentlichkeit gezogen, er wurde als König der Juden lächerlich gemacht und musste seine Schmerzen in aller Öffentlichkeit ertragen. Trotz dieser Gräuel habe Fronleichnam eine frohe Botschaft, betonte der Pfarrer. „Der Herr hat keine Angst in unserer Haut zu leben und von uns einverleibt zu werden.“ Die Prozession symbolisiere das Hinausgehen des Gläubigen in die Welt, um nach den Werten Jesu zu leben und zu handeln und damit einen Beitrag zu einer friedlicheren, wahrhaftigeren Welt zu leisten.

Fronleichnam diene nicht dazu, einen Machtanspruch zu demonstrieren, sondern den Anspruch den Gott erhebe und um letztlich die Gemeinschaft im Ort zu stärken. Seiner Bitte „Herr, verwandle unsere Gesellschaft, dann wird sie wieder gesünder – und fang bei mir an“ folgte ein Moment der Stille.

Zum gemeinsamen Gebet versammelte der Pfarrer alle anwesenden Kinder am Altar. Der Männergesangverein und die Musikkapelle begleiteten den Gottesdienst. Hartmut Höfler war für die Lesung zuständig. Dann folgte eine Prozession zur St.Georgskirche, in der mit einem gemeinsamen Lied das Fest seinen Abschluss fand. Wieder zurück an der Festhalle waren die Gottesdienstbesucher eingeladen, bei einem kleinen Umtrunk die Gemeinschaft zu stärken.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen