Eine Million Euro für intelligentes Material

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 Markus Schmid (links) und Jörn Felix Lübben arbeiten bei ihrer Forschung fakultätsübergreifend.
Markus Schmid (links) und Jörn Felix Lübben arbeiten bei ihrer Forschung fakultätsübergreifend. (Foto: Hochschule Albstadt-Sigmaringen)
Schwäbische Zeitung

Die Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt ein zukunftsweisendes und fakultätsübergreifendes Forschungsprojekt der Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit einer Fördersumme in Höhe von einer Million Euro. Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung intelligenter Funktionsmaterialien, die in Abhängigkeit von Temperatur, Feuchtigkeit und Chemikalien ihre Struktur oder Farbe verändern. Sie können beispielsweise in Technischen Textilien wie Sportkleidung eingesetzt werden, die durch Temperaturanpassung das Schwitzen regelt. Möglich ist auch der Einsatz in intelligenten Verpackungen; diese erkennen, ob darin enthaltene Lebensmittel noch essbar sind.

Die Projektleitung haben die Professoren Jörn Felix Lübben aus Albstadt von der Fakultät Engineering und Markus Schmid aus Sigmaringen von der Fakultät Life Sciences. „Das Vorhaben passt sehr gut in einen Forschungsschwerpunkt, der sich in den vergangenen Jahren an unserer Hochschule etabliert hat“, sagt Lübben. Gemeint ist das Thema „Nachhaltige Entwicklung – Smarte Materialien und Produkte“. Das An- und Ausschalten der Funktionen soll sowohl mithilfe eines Computers oder einer App als auch über die klimatischen Umgebungsbedingungen möglich sein.

„Intelligente Verpackungen können außerdem dazu beitragen, dass nicht mehr über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland jährlich ohne Wertschöpfung weggeworfen werden“, sagt Schmid. Im Forschungsprojekt werden nun beispielsweise Verpackungsfolien mit Frischeindikatoren erprobt. Diese ändern ihre Farbe, wenn der Inhalt nicht mehr genießbar ist.

„Die Carl-Zeiss-Stiftung ermöglicht es uns, wichtige Grundlagen zu intelligenten Materialien zu erforschen“, sagt Schmid. Dem schließt sich Lübben an: „Wir können nun an beiden Hochschulstandorten unseren Schwerpunkt ausbauen und innovative Fasern für intelligente technische Textilien und Verpackungskonzepte entwickeln“, sagt er. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt soll im Mai 2020 starten.

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