Eine Mauer für mehr Schutz

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Nach den Gebäuden entsteht nun eine Mauer um das Schulzentrum in Burkina Faso.
Nach den Gebäuden entsteht nun eine Mauer um das Schulzentrum in Burkina Faso. (Foto: Gemeinsam für Wapa)
Editor und Redakteur für Blick nach Baden

Im Laufe der vergangenen Monate und mit Geld aus der SZ-Spendenaktion „Helfen bringt Freude“ hat sich der Sigmaringer Verein „Gemeinsam für Wapa“ um den Aufbau eines polytechnischen Ausbildungszentrums für Frauen in Réo (Burkina Faso) eingesetzt – mit der diesjährigen Spendenaktion der SZ geht der Verein vor Ort nun ein weiteres wichtiges Projekt an.

In dem Schulzentrum in Afrika werden rund 40 Frauen ausgebildet. Es gibt dort eine Nähschule, eine Seifenfabrik, Sprachkurse sowie Fortbildungen was Haushaltsführung und Computerkenntnisse angeht. Dafür habe das Zentrum eine vorläufige Zertifizierung durch den Staat erhalten, erklärt Axel Conradi, der sich um die Pressearbeit des Vereins kümmert. Dass aus dieser vorläufigen eine vollwertige Zertifizierung werde, müsse nun noch eine Mauer um das Areal gebaut werden, so Conradi. „Das ist eine Auflage der Regierung, denn die Frauen müssen vor Übergriffen geschützt werden“, sagt Conradi.

Zusätzlich zu der Mauer sollen auf dem Gelände auch Toiletten für Lehrkräfte entstehen. Nach Abschluss dieser Maßnahmen stehe der Zertifizierung nichts mehr im Wege, so Conradi. Ein Teil das Spendengeldes aus der diesjährigen „Helfen bringt Freude“-Aktion solle auch in die Ausbildung einzelner Frauen fließen, die sich den Besuch der Schule aus unterschiedlichen Gründen nicht leisten könnten. Über die finanzielle Unterstützung der Frauen im Schulzentrum entscheiden laut Conradi die Fachkräfte vor Ort. Eine Unterstützung sei „schon für eine geringe Summe im Monat“ möglich.

Der Verein „Gemeinsam für Wapa“ existiert seit 2017, gegründet wurde er unter anderem von der 2020 verstorbenen Marlis Schmitt-Sickinger und Bertrand Bazie. Bazie kam 2011 für sein Studium nach Deutschland und hat 2018 seinen Master an der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen gemacht. Seine Heimat liegt Bazie sehr am Herzen. Sein Vater hatte begonnen, einen Brunnen für sein Heimatdorf zu bauen. Nach dessen Tod hat es sich Bazie zur Aufgabe gemacht, dieses Projekt fortzusetzen und weitere anzustoßen.

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